Airbus A330 und A350 im gemeinsamen Flug: Verdrängt einer den anderen?

Airbus A330 fliegt ins Ungewisse

Lange war der A330 der Kassenschlager unter den Jets von Airbus. Doch beim Flugzeugbauer macht man sich jetzt Sorgen, dass es nicht mehr lange so bleibt.

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Des einen Leid ist des anderen Freud. Im Kampf der beiden Luftfahrtriesen Airbus und Boeing um neue Bestellungen ist das definitiv der Fall. Das erlebte auch der Langstreckenklassiker A330. Bedroht durch neue Flieger wie Dreamliner und A350 drohten die Verkäufe schon vor einigen Jahren einzubrechen. Doch es geschah das Gegenteil. Weil Boeings 787 mit massiven Verspätungen zu kämpfen hatte, wurde der bewährte A330 umso beliebter.

Doch mit dem zweiten Frühling ist es nun vorbei, denkt man zumindest bei Airbus. Das Orderbuch auch nach 2016 noch zu füllen, sei «eine Herausforderung», schreibt der Flugzeugbauer in seinem Jahresbericht. Neue Flieger wie Boeings Dreamliner oder Airbus' hauseigener neuer Langstreckenflieger A350 würden es dem mittlerweile zwanzig Jahre alten A330 schwer machen.

Bereits Neuversionen geplant

Um den A330 attraktiver zu machen, arbeitet Airbus bereits an Neuversionen, die neue Materialien und Designelemente enthalten. So will man Reichweite und Sparsamkeit optimieren. Doch das ist vielen Airlines nicht genug. Immer lauter wird die Forderung nach einem A330 Neo. Also einer Neuversion des Langstreckenjets mit besseren Triebwerken. Auch die Motorenhersteller selbst versuchen, Airbus zu einer Neuversion zu bewegen.

Die Kunden sind deutlich. «Airbus muss schnell machen, sonst übernimmt Boeing den Markt in diesem Segment», so Steve Mason von der Leasingfirma CIT. Die Kunden hätten Bedarf angemeldet. Auch Tony Fernandes, Chef der Air-Asia-Gruppe, wünschte sich schon im vergangenen Jahr den A330 Neo. Er erhofft sich von der Neuversion fünf Prozent weniger Treibstoffverbrauch.

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