Keine Flüge mehrAir Serbia wirft nach Zwischenfall Marathon Airlines raus

Die serbische Nationalairline macht kurzen Prozess. Nach dem Zwischenfall in Belgrad beendet Air Serbia die Zusammenarbeit mit Wet-Lease-Partnerin Marathon Airlines postwendend.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Zusammenarbeit begann vergangenen Sommer. Damals holte sich Air Serbia Hilfe von Marathon Airlines. Inzwischen fliegt die griechische Charter- und Wet-Lease-Anbieterin mit einer Embraer E190 und drei E195 für die serbische Nationalairline.

In den kommenden Wochen hätte ein fünftes Flugzeug der Partnerin hinzukommen sollen und im Sommer vielleicht ein sechstes. Doch dazu kommt es nicht. Man habe Marathon Airlines am Dienstag (20. Februar) darüber informiert, dass man die Zusammenarbeit beende, so Air Serbia.

Ab dem 21. Februar keine Flüge mehr

Ab dem 21. Februar werde kein Flug mehr mit Flugzeugen der griechischen Gesellschaft durchgeführt. Man verwende andere Flugzeuge aus der Flotte, so Air Serbia. Der Grund für den Rausschmiss ist klar. Die Cockpitcrew einer Embraer E195 von Marathon Airlines sollte am Sonntagabend (18. Februar) im Auftrag von Air Serbia als Flug JU324 nach Düsseldorf fliegen. Doch beim Start machte sie einen groben Fehler.

Die Piloten wählten einen falschen Rollweg und beharrten nach Intervention des Lotsen darauf, von dort aus zu starten, obwohl dadurch die Startstrecke kürzer wurde. Zu kurz. Erst 500 Meter nach dem Ende von Startbahn 30L hob die Embraer E195 von Marathon Airlines ab. Zuvor kollidierte sie heftig mit der Anflugbefeuerung, wie auch ein neues Video zeigt.

Griechen und Serben ermitteln

Der Wet-Lease-Flieger wurde durch die Kollision massiv beschädigt. Man habe noch m Sonntagabend umgehend die staatlichen Behörden kontaktiert, die Direktion für Zivilluftfahrt der Republik Serbien und das Zentrum für die Untersuchung von Unfällen im Verkehrswesen CINS, so Air Serbia. Auch die griechischen Luftfahrtbehörden seien involviert.

Man entschuldige sich zudem noch einmal bei allen Passagieren von Flug JU324, obwohl er von Marathon Airlines durchgeführt worden sei und das Flugzeug sicher gelandet sei. Man sei sich aber der Gefühle der Passagiere voll bewusst und bedauere die Unannehmlichkeiten, denen sie ausgesetzt gewesen seien.

Frontbild: Konstantinos Chatzigeorgiadis

Mehr zum Thema

Die Schäden an der Embraer E195: Die OY-GDC wird wohl kaum je wieder fliegen.

Lotse in Belgrad wies Piloten der Embraer E195 auf Fehler hin

Die Situation am Flughafen Belgrad: Die Piloten entschieden sich dazu, via Rollweg D5 auf Startbahn 30L zu rollen.

Air-Serbia-Flug nach Düsseldorf hebt zu spät ab - Embraer E195 schwer beschädigt

Flugzeug von Transavia: Wird nicht nach Belgrad fliegen.

Sanktionen sorgen für Unsicherheit - Transavia gibt Belgrad-Pläne auf

Jets von Wizz Air: Bald fliegt die Billigairline nach Kukes.

Wizz Air tankt wegen Sanktionen nicht mehr in Belgrad

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier