Die Schäden an der Embraer E195: Die OY-GDC wird wohl kaum je wieder fliegen.

Flug von Air SerbiaLotse in Belgrad wies Piloten der Embraer E195 auf Fehler hin

Der schwere Zwischenfall in Belgrad wäre vermeidbar gewesen. Doch die Piloten der Embraer E195 von Marathon Airlines ignorierten Bedenken des Lotsen im Kontrollturm.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Erst 500 Meter nach dem Ende von Startbahn 30L hob die Embraer E195 von Marathon Airlines ab, die am Sonntagabend (18. Februar) für Air Serbia Flug JU324 nach Düsseldorf durchführte. Zuvor kollidierte sie mit der Anflugbefeuerung, im Jargon Approach Lighting System genannt.

Nachdem der Wet-Lease-Flieger nach Belgrad zurückgekehrt war, zeigten sich massive Schäden am Flieger mit dem Kennzeichen OY-GDC: In der Rumpfverkleidung klaffte ein großes Loch, die linke Tragflächenwurzel war massiv beschädigt, die Flügelvorderkante wies Dellen auf. Seitlich am Rumpf sowie am Hinterflügel fanden sich ebenfalls Spuren.

Lotse wies Cockpit an, Berechnungen anzustellen

Wie die Aufzeichnung des Funkverkehrs zeigt, waren sich die Piloten von Marathon Airlines durchaus bewusst, was sie taten. Offenbar waren sie fälschlicherweise über Rollweg D5 statt D6 auf die Piste gerollt. Der Lotse im Kontrollturm von Belgrad wies sie auf den Fehler hin. Doch aus dem Cockpit kam die Antwort, dass 1273 Meter ausreichend seien.

Der Lotse erklärte daraufhin, das Cockpitpersonal solle seine Berechnungen machen und sich dann melden. Und er erklärte, dass es umkehren und D6 verwenden könne. Von den Piloten kam jedoch umgehend zurück: «Wir können ab D5 starten». Eine grobe Fehleinschätzung, wie sich kurze Zeit nachher zeigte.

Marathon Airlines im Auftrag von Air Serbia

Das Flugzeug mit dem Kennzeichen OY-GDC ist im Besitz der griechischen Marathon Airlines, die seit Mitte 2023 im Auftrag von Air Serbia fliegt. Erst am Tag zuvor war es aus der Wartung in Athen nach Serbien zurückgekehrt. Marathon Airlines hat die 15 Jahre alte Embraer E195 von SEBC Aviation Leasing gemietet.

In der oben stehenden Bildergalerie finden Sie weitere Informationen zum Zwischenfall. Ein Klick aufs Bild öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Die Situation am Flughafen Belgrad: Die Piloten entschieden sich dazu, via Rollweg D5 auf Startbahn 30L zu rollen.

Air-Serbia-Flug nach Düsseldorf hebt zu spät ab - Embraer E195 schwer beschädigt

Militärische Boeing 737 treibt vor Hawaii in Meeresbucht

Militärische Boeing 737 treibt vor Hawaii in Meeresbucht

Embraer E195 von Austrian Airlines: Fliegt künftig für Air Dolomiti.

Austrian Airlines beginnt mit Transfer von Embraer E195 zu Air Dolomiti

Embraer E195 von Austrian Airlines in Wien: Die Regionalflieger werden ausgeflottet.

Austrian Airlines reicht Embraer E195 an Air Dolomiti weiter

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin