Jets von Wizz Air: Bald fliegt die Billigairline nach Kukes.

Russisch kontrollierte TreibstofffirmaWizz Air tankt wegen Sanktionen nicht mehr in Belgrad

Die USA haben den Treibstofflieferanten am Flughafen Belgrad auf die Sanktionsliste genommen. Denn die Mehrheit an der Firma ist in russischer Hand. Wizz Air reagiert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Am 10. Januar erließen die USA Sanktionen gegen den serbischen Energiekonzern Naftna industrija Srbije, kurz NIS. Der Grund: Das Unternehmen hat mehrheitlich russische Eigentümer. 50 Prozent des Konzerns gehören Gazprom Neft, 6,15 Prozent Gazprom, 29,87 Prozent dem serbischen Staat und 13,98 Prozent anderen, kleineren Anteilseignern.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic sagte als Reaktion auf die Sanktionen, bis zum 25. Februar müssten die russisch kontrollierten Anteile an NIS in andere Hände übergehen. Denkbar ist etwa eine erneute Übernahme durch den Staat, der schon bis 2008 Mehrheitseigentümer des Unternehmens war, oder der Einstieg privater Investoren.

Tanken in Timisoara oder Budapest statt Belgrad

Da NIS der Treibstofflieferant des Flughafens der serbischen Hauptstadt Belgrad ist, hat Wizz Air bereits Konsequenzen aus den Sanktionen gezogen. Der ungarische Billigflieger, an dem auch der US-Investor Indigo Partners beteiligt ist, tankt nicht mehr in Belgrad, wie das serbische Luftfahrtportal Tango Six und das Nachrichtenportal Blic Biznis berichten.

Die Fluglinie hat zwar drei Jets in Belgrad stationiert. Doch diese werden laut den Berichten nun anderswo betankt, etwa in Timisoara in Rumänien und in Budapest in Ungarn. So legte beispielsweise ein Airbus A320 von Wizz Air am 22. Januar auf dem Weg von Barcelona nach Belgrad einen Stopp in Timisoara ein. Gegenüber Blic Biznis erklärte die Fluggesellschaft dennoch, die Sanktionen hätten «keine Auswirkungen auf den Flugplan» von Wizz Air.

Ausländische Interessenten oder Lösung dank Trump?

An einem Einstieg bei NIS, der das Sanktionsproblem lösen könnte, sollen laut serbischen Medienberichten derweil die Konzerne Shell aus Großbritannien und Socar aus Aserbaidschan Interesse signalisiert haben. Serbiens Präsident Vucic kündigte an, mit Russlands Präsident Putin über das Thema zu sprechen. Zudem äußerte er die Hoffnung, dass die USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump womöglich doch noch anders über NIS entscheiden und die Sanktionen beenden könnten - ohne Eigentümerwechsel.

Mehr zum Thema

Flughafen Belgrad: Ausbau und Ausbaupläne.

Belgrad brütet nach Abschluss des Ausbaus über neuen Ausbauplänen

Wizz Air mit neuen Strecken ab Hamburg und Leipzig/Halle

Wizz Air mit neuen Strecken ab Hamburg und Leipzig/Halle

Wizz Air muss bis Ende 2026 rund 40 Airbus-Jets am Boden lassen

Wizz Air muss bis Ende 2026 rund 40 Airbus-Jets am Boden lassen

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies