Astronauten beim Sitztest:  Air New Zealand lässt sich von den Erfahrungen der Raumfahrt inspirieren.

Zero-Gravity-PositionAir New Zealand testet Astronautensitze

Air New Zealand entwickelt eine neue Kabine für die Langstrecke. Dabei setzt sie auf die Erfahrung der Nasa.

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Die Arbeit im Hangar 22 erfolgt unter höchster Geheimhaltung: Selbst Mitglieder der Geschäftsleitung von Air New Zealand dürfen die Entwicklungsstätte nur in Begleitung von Mitgliedern des Innovationsteams besichtigen. Dort soll die Langstreckenkabine der Fluggesellschaft entwickelt werden.

Wie die Zeitung New Zealand Herald schreibt, arbeiten die Entwickler seit Anfang Jahr an der so genannten Zero gravity position bei Business-Premium-Sitzen. Diese als Schwerelosigkeitsposition bekannte Sitzstellung wurde von der Nasa-Forschungsabteilung für Astronauten entwickelt, die sich über lange Zeit im Zustand der Schwerelosigkeit befinden.

Wirbelsäule in neutraler Position

Die Wirbelsäule befindet sich dabei in einer neutralen Position, was den Druck auf Gelenke, Muskeln und den unteren Rückenbereich reduziert. Auch Nicht-Astronauten sind auf den Geschmack gekommen. Auf die Schwerelosigkeitsposition ausgerichtete Liegen als Wohnzimmer- oder Gartenmöbel werden immer beliebter.

Auch wenn sich Langstreckenpassagiere nicht annähernd dem gleichen Druck wie Astronauten ausgesetzt sind, die beim Start Kräften von bis zu 3 G widerstehen müssen, bietet die Schwerelosigkeitsposition auch ihnen zahlreiche Vorteile. Weil die Schwerelosigkeitsliegen das Körpergewicht auf ideale Weise verteilen, werden Druckpunkte und Muskelspannung reduziert.

Lärm in der Kabine reduzieren

Das könnte etwa das Risiko von Venenthrombosen reduzieren. Der Komfort auf Langstreckenflügen ist auch vor dem Hintergrund der wachsenden Distanzen zu sehen. Ende November nimmt Air New Zealand mit Auckland - Chigaco – Distanz 14.200 Kilometer - ihre bisher längste Verbindung in den Flugplan auf.

Gemäss New Zealand Herald sollen die Arbeiten der Forscher im Hangar 22 noch rund 18 Monate andauern. Ende 2019 werden dann die Details der neuen Langstreckenkabine von Air New Zealand bekannt werden. Auch Akustiker sollen bei der Entwicklung beteiligt sein: Sie suchen nach neuen Wegen, den Lärm in der Kabine zusätzlich zu reduzieren.

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