Afrika-Asien-AnbindungAir Mauritius gründet neue Regional-Tochter

Air Mauritius will eine Tochter für Regionalflüge zwischen Afrika und Asien aufmachen. Für die anderen Inselstaaten der Region ist das ein Schlag ins Gesicht.

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Air Mauritius lanciert eine eigene Regional-Fluggesellschaft, um die Anbindung mit Afrika und Asien zu verbessern. Carla da Silva, Regionalmanager der Nationalairline des Inselstaates im indischen Ozean, kündigte bei der jährlichen Preisverleihung, Air Mauritius Awards, an, dass die neue Fluglinie als Tochter aufgebaut werden soll.

«Sie wird das Netzwerk von Air Mauritius ausweiten», so der Manager.  Acht neue Ziele in Afrika soll sie anfliegen. Zusätzlich will Air Mauritius im Mai Flüge nach Dar es Salaam in Tanzania und Maputo in Mosambik aufnehmen. Davor hatte Air Mauritius ihre Zusammenarbeit mit South African Airlines ausgebaut.

Lieber Alleingang statt Kooperation

Im vergangenen Jahr hatte die Vereinigung der Anliegerstaaten des indischen Ozeans vorgeschlagen, dass die  Fluggesellschaften der Inselstaaten La Reunion, die Komoren, Madagaskar, Mauritius und die Seychellen ihre Kräfte bündeln sollte. Die Region brauche eine gemeinsame Regionallinie, um für bessere Verbindungen und niedrigere Ticketpreise zu sorgen, forderte der Präsident Jean Claude de Estrac. Air Mauritius allerdings hatte sich quergestellt – jetzt übernimmt sie den lukrativen Markt lieber im Alleingang.

Die Nationalairline des Inselstaates vor Madagaskar steuert heute in Europa selbst nur Paris an, dazu 15 weitere Destinationen unter anderem in China, Australien, Indien, Dubai, Singapur und Malaysien. Die Medium- und Langstreckenflotte besteht aus vier Airbus A340-300C, zwei Airbus A340-300E, zwei Airbus A330-200 und zwei Airbus A319-100.

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