Airbus A350 von Air Mauritius: Die Airline steht im Spannungsfeld von zwei Golf-Airloines.

RücktrittEx-Chef von Air Mauritius blockt Einstieg von Qatar Airways mit Emirates-Partnerschaft

Die Nationalairline der Inselgruppe im Indischen Ozean ist finanziell angeschlagen. Die Regierung würde die Air Mauritius gerne privatisieren. Qatar Airways gilt als Wunschpartnerin. Eine Exlusivververeinbarung mit der größten Konkurrentin könnte den Plan scheitern lassen.

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Im August warnte der Chef von Air Mauritius vor einem Einstieg von Qatar Airways bei der angeschlagenen Nationalairline. Am 23. Oktober ließ Kishore Beegoo Taten folgen und trat nach nur knapp zehn Monaten im Amt vom Chefposten bei Air Mauritius zurück. In seiner Begründung führte Beegoo an, dass politischer Druck ihn dazu gedrängt habe, Handlungen vorzunehmen, die er als verwerflich empfinde.

Es gilt als offenes Geheimnis, dass die Regierung die Airline gerne teilprivatisieren will. Im Raum steht, dass Qatar Airways 49 Prozent der Anteile übernehmen soll. Medienberichten zufolge erhofft sich die Regierung dadurch dringend benötigtes finanzielles und technisches Know-how von der Fluggesellschaft aus Doha. Doch ein zentrales Hindernis steht dem Plan im Weg.

Exklusivvereinbarung mit Emirates

Air Mauritius hat seit 2016 ein exklusives Abkommen mit Emirates, dem größten Konkurrenten Qatars in der Golfregion. Die Vereinbarung enthält strenge Exklusivitätsklauseln, die der Airline verbieten, Codeshare-, Interline- oder ähnliche Kooperationen mit Fluggesellschaften mit Sitz im Nahen Osten, Nordafrika oder der Türkei einzugehen. Besonders brisant: Erst im Mai 2025 wurde die Vereinbarung bis 2031 verlängert.

Der Vorstand wirft Beegoo nun vor, die Verlängerung ohne vollständige interne Abstimmung durchgesetzt zu haben. Beegoo kontert, er habe lediglich eine direkte Anweisung der Regierung umgesetzt. «Die Vereinbarung mit Emirates kam von der Regierung, bevor sie uns erreichte”, sagte Beegoo auf einer Pressekonferenz. Die Regierung von Mauritius verhandelt mit Katar neben der Luftfahrt auch über Energiefragen.

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