Airbus A350 von Air Mauritius: Die Airline steht im Spannungsfeld von zwei Golf-Airloines.

RücktrittEx-Chef von Air Mauritius blockt Einstieg von Qatar Airways mit Emirates-Partnerschaft

Die Nationalairline der Inselgruppe im Indischen Ozean ist finanziell angeschlagen. Die Regierung würde die Air Mauritius gerne privatisieren. Qatar Airways gilt als Wunschpartnerin. Eine Exlusivververeinbarung mit der größten Konkurrentin könnte den Plan scheitern lassen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Im August warnte der Chef von Air Mauritius vor einem Einstieg von Qatar Airways bei der angeschlagenen Nationalairline. Am 23. Oktober ließ Kishore Beegoo Taten folgen und trat nach nur knapp zehn Monaten im Amt vom Chefposten bei Air Mauritius zurück. In seiner Begründung führte Beegoo an, dass politischer Druck ihn dazu gedrängt habe, Handlungen vorzunehmen, die er als verwerflich empfinde.

Es gilt als offenes Geheimnis, dass die Regierung die Airline gerne teilprivatisieren will. Im Raum steht, dass Qatar Airways 49 Prozent der Anteile übernehmen soll. Medienberichten zufolge erhofft sich die Regierung dadurch dringend benötigtes finanzielles und technisches Know-how von der Fluggesellschaft aus Doha. Doch ein zentrales Hindernis steht dem Plan im Weg.

Exklusivvereinbarung mit Emirates

Air Mauritius hat seit 2016 ein exklusives Abkommen mit Emirates, dem größten Konkurrenten Qatars in der Golfregion. Die Vereinbarung enthält strenge Exklusivitätsklauseln, die der Airline verbieten, Codeshare-, Interline- oder ähnliche Kooperationen mit Fluggesellschaften mit Sitz im Nahen Osten, Nordafrika oder der Türkei einzugehen. Besonders brisant: Erst im Mai 2025 wurde die Vereinbarung bis 2031 verlängert.

Der Vorstand wirft Beegoo nun vor, die Verlängerung ohne vollständige interne Abstimmung durchgesetzt zu haben. Beegoo kontert, er habe lediglich eine direkte Anweisung der Regierung umgesetzt. «Die Vereinbarung mit Emirates kam von der Regierung, bevor sie uns erreichte”, sagte Beegoo auf einer Pressekonferenz. Die Regierung von Mauritius verhandelt mit Katar neben der Luftfahrt auch über Energiefragen.

Mehr zum Thema

ticker-air-mauritius

Geldwäschevorwurf gegen früheren Verwalter von Air Mauritius fallengelassen

ticker-air-mauritius

Air Mauritius suspendiert sieben Führungskräfte nach Untersuchung zu Transaktionen

ticker-air-mauritius

Air Mauritius prüft Flüge nach Moskau

ticker-air-mauritius

Air Mauritius stockt auf Paris-Strecken erneut auf

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg