McDonnell Douglas MD-87 von Air Mali: Stellte Betrieb 2012 ein.

Nichts geht mehr bei Air Mali

Anhaltende politische Querelen lähmen die Wirtschaft des afrikanischen Landes. Das bekommt auch die Nationalairline zu spüren. Nun stoppte sie den Betrieb.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

span>Suleyman Sylla macht auf Optimismus. «Das ist auf keinen Fall eine Schließung», erklärt der Vorstandschef von Air Mali. Man lege einfach ab Montag (24. Dezember) den Flugbetrieb für neun Monate still. Je nach politischer und wirtschaftlicher Entwicklung sei danach eine Wiederaufnahme nicht ausgeschlossen, so Sylla gegenüber der Nachrichtenagentur Agence de Presse Africaine. Die Aussichten sind aber alles andere als gut. Am 10. Dezember setzten Teile der Armee den amtierenden Premierminister ab und umgehend einen ihnen genehmen Nachfolger ein. Dieselben Kräfte waren es, die im März den Ex-Staatspräsidenten aus dem Amt putschten. Nur auf Druck des Auslandes wurde im April eine Übergangsregierung eingesetzt. Doch die neue Intervention macht die Bemühungen auf Ruhe im Lande zunichte.

Unter den Querelen leidet Air Mali massiv, zumal gleichzeitig Ableger der Al Kaida den Norden des Landes terrorisieren und wichtige Kulturgüter zerstören. Die Fluggesellschaft legte deshalb alle bis auf einen ihrer Flugzeuge still und baute Stellen ab. Doch das reichte nicht. Mehrmals bat die Nationalairline darum schon den Staat um Hilfe. «Aber der hat auch seine Probleme», erklärt Sylla. Und die Hauptaktionäre wollten auch kein Geld einschießen, sondern lieber abwarten, wie sich die Lage entwickle.

Letzte Mitarbeitende entlassen

Air Mali wurde 2005 gegründet. Die Fluggesellschaft gehört nur zu 2 Prozent dem Staat, mit 4 Prozent sind private malische Investoren beteiligt. Mit rund 94 Prozent der Anteile aber ist Prince Karim Aga Khan IV der größte Aktionär. Die Fluggesellschaft mottet nun die letzte noch fliegende Bombardier CRJ200 ein. Und sie entlässt die verbleibenden 66 Mitarbeitenden. Sie hätten aber Vorrang bei einer Neuanstellung, falls man wieder starte, so Zweckoptimist Sylla.

Mehr zum Thema

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg