Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Ebola-EpidemieWer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Die belgische Lufthansa-Tochter ist Europas Afrika-Spezialistin – doch genau das wird nun zum Problem. Neue Einreisebestimmungen der USA wegen der Ebola-Epidemie zwingen Brussels Airlines zu kurzfristigen Änderungen bei der Crewplanung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Mehr als 60 Mal pro Woche startet ein Flugzeug von Brussels Airlines nach Afrika. Ebenso häufig landet ein Jet der belgischen Nationalairline aus Afrika kommend am Flughafen Brüssel. Insgesamt bedient die Fluggesellschaft 18 Ziele zwischen Casablanca und Kapstadt. Sie ist damit innerhalb der Lufthansa-Gruppe die Afrika-Spezialistin.

Doch genau diese Stärke wird nun zum Problem. Denn das Ministerium für Innere Sicherheit der USA hat am Dienstag (26. Mai) die Einreisebestimmungen im Kontext der Ebola-Epidemie in Zentralafrika verschärft: Ab sofort dürfen auch Besatzungsmitglieder nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen, wenn sie sich innerhalb der vergangenen 21 Tage in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben. Bisher galt diese Regelung nur für Passagiere ohne US-Staatsbürgerschaft. Crews waren ausgenommen.

«Erhebliche Anpassungen an der Dienstplanung»

Um der neuen Richtlinie nachzukommen, müsse man «erhebliche Anpassungen an der Dienstplanung vornehmen», erklärt Brussels Airlines. Nur so könne man alle Flüge nach Entebbe, Kinshasa New York und Washington weiterhin durchführen. «Diese Änderungen werden umgesetzt, ohne dass der aktuelle Flugplan davon beeinträchtigt wird», erklärt die belgische Lufthansa-Tochter weiter.

Konkret müssen also alle Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, aber auch Pilotinnen und Piloten, die in den vergangenen drei Wochen auf einem Flug nach Entebbe (Uganda) oder Kinshasa (Kongo) im Einsatz waren, umgehend aus der Planung für USA-Flüge gestrichen und durch andere Crewmitglieder ersetzt werden. «Das ist natürlich nur eine kurzfristige Lösung», erklärt ein Sprecher von Brussels Airlines. Man müsse nun auch schauen, wie man die Flüge über die kommenden Monate organisiere.

Gerade New York und Washington bei Crews beliebte Ziele

Die Abwechslung der zugeteilten Destinationen sei für die Besatzungsmitglieder wichtig, so der Sprecher. Gerade New York und Washington seien bei den fliegenden Angestellten beliebte Ziele. «Hier müssen wir nun auch zusammen mit den Crews und Gewerkschaften eine Lösung finden», sagt der Sprecher von Brussels Airlines.

Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-brussels-airlines

Früherer Brussels Airlines-Lenker Etienne Davignon gestorben

ticker-brussels-airlines

Brussels Airlines präsentiert neues Sicherheitsvideo im Hollywood-Stil

ticker-brussels-airlines

Brussels Airlines rutscht wegen Streiks und Kerosinpreisen tiefer in die Verlustzone

ticker-belgien

Streikdrohung in Belgien: Pilotinnen und Piloten protestieren gegen Renten-Regel

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack