Die Afrikanische Entwicklungsbank AfDB will mit ihrem neuen «Integrated Aviation Transformation Program» (IATP) in den kommenden fünf Jahren rund sieben Milliarden US-Dollar für die Entwicklung des Luftverkehrs in Afrika mobilisieren. Das geht aus einer Mitteilung der Bank zu ihrem Gouverneurstreffen in Brazzaville hervor.
Das Programm soll die Modernisierung von Flugzeugflotten, Investitionen in Infrastruktur und Logistik sowie die stärkere Integration des afrikanischen Luftverkehrsmarktes fördern. Nach Angaben der AfDB werden derzeit lediglich 19 Prozent der Flüge auf dem Kontinent von afrikanischen Regional- oder Nationalfluggesellschaften durchgeführt. Die wirtschaftlichen Verluste durch Defizite im Luftverkehr schätzt die Bank auf 50 bis 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
Unterstützung erhält die Initiative aus Japan. Dessen Regierung sagte laut AfDB einen Beitrag von zehn Millionen US-Dollar für eine Risikoabsicherungsfazilität des Programms zu. Damit sollen Finanzierungsrisiken bei der Beschaffung von Flugzeugen durch afrikanische Airlines verringert werden.
Zudem unterzeichnete Nigeria nach Angaben der Entwicklungsbank als erstes Land einen nationalen Pakt im Rahmen des Programms. Die AfDB sieht die Initiative als Instrument zur Stärkung der regionalen Vernetzung, des Handels und der wirtschaftlichen Integration auf dem Kontinent.