Eine ATR42-500 von Air Madagascar: Die Airline kann fast nur noch im Inland fliegen.

Air Madagascar hat ein Jet-Problem

Weil die EU Zwei Jets von Air Madagascar auf die Schwarze Liste setzte, hat die Tourismusbranche im Lande Mühe.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Ein Königreich für ein Flugzeug! So würde der berühmte Ausspruch aus Shakespeares Drama Richard III. lauten, wenn es heute in Madagaskar spielen würde. Der Präsident des Inselstaates versprach jedenfalls Anfang August, das größte Problem der nationalen Fluggesellschaft bald zu lösen. Innerhalb eines Monates bekomme sie ein neues Flugzeug, so Andry Rajoelina. Die Hilfe ist nicht ganz uneigennützig. Die EU hat zwei Boeing B767-300ER der Airline im April 2010 die Erlaubnis entzogen, den Kontinent anzufliegen. Sie machte dafür Sicherheitsmängel aufgrund ungenügender Wartung verantwortlich. Seither darbt die Tourismusbranche Madagaskars. Denn viele Airlines stellten nämlich ihre Flüge auf die Insel ebenfalls ein, weil sie die Sicherheit auf den Flughäfen für ungenügend halten.

Zwischenzeitlich behalf sich Air Madgascar mit der Miete einer Boeing B767-300 von Air Italy. Doch diese wurde nun am Freitag (26. August) am Flughafen Paris-Orly blockiert - wegen konstanter Sicherheitsmängel. Die Airline verlor dadurch ihre Anbindung nach Europa erneut. Die Not der Fluglinie wird dadurch noch größer. Und dem Präsidenten bleiben nur noch wenige Tage, um sein Versprechen einzulösen. Ein Funken Hoffnung bleibt Air Austral. Die Airline von der französischen Insel Réunion mustert zwei Boeing B777-200LR aus, die Air Madagascar übernehmen könnte. Noch ist aber ist kein Vertrag geschlossen worden.

Verkauft oder nach Asien

Eine der von der EU gesperrten Boeing B767s wurde von Air Madagascar bereits verkauft, die andere fliegt nun nach Guanzhou und Bangkok. Die Maschinen für Inlandflüge sind von den Maßnahmen selbstredend nicht betroffen. Die Flotte besteht aus Maschinen des Typs Boeing B737-300, ATR72-500, ATR 42-500, ATR 42-300 und De Havilland DHC6-300. Bei der Flottenerneuerung will auch China Madagaskar helfen. Im vergangenen November schloss der Staat mit dem China International Fund ein Abkommen, das diverse Investitionen der Chinesen auf der Insel zum Inhalt hatte.

Nachtrag vom 30. August

Die portugiesische Gesellschaft Euroatlantic leiht Air Madagascar eine Boeing 777-200 aus. Damit kann Präsident Andry Rajoelina sein Versprechen einen Tag vor dem Ablaufdatum einlösen.

Mehr zum Thema

ticker madagascar airlines

Aufstand des Personals: Chef von Madagascar Airlines tritt zurück und warnt

ticker madagascar airlines

Madagascar Airlines startet Codeshare mit Air Mauritius

ticker madagascar airlines

Madagascar Airlines behält zwei ATR 72 länger

ticker madagascar airlines

Madagascar Airlines forciert Rückerstattung von stornierten Tickets

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg