ATR von Air Madagascar: Die Airline ist in einer schwierigen Lage.

Vorwürfe ans ManagementAir Madagascar in heftigen Turbulenzen

Mitarbeiter werfen dem Management der Nationalairline der afrikanischen Insel Versagen vor. In der Tat überlebt Air Madagascar nur dank hohen Subventionen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Momentan wird Air Madagascar zum Gespött auf den Sozialen Medien. «Mehr Kakerlaken als Passagiere», schreibt ein Nutzer. Bilder und Video von Fliegern mit Ungeziefer an Bord machen die Runde. Inzwischen wird die Nationalairline der afrikanischen Inselrepublik scherzhaft «Air Kakerlake» genannt.

Doch die Tierchen sind das kleinste Problem von Air Madagascar. Sie steht derzeit mitten in einem Sturm der Entrüstung. Mitarbeitende der Fluglinie forderten diese Woche die Entlassung mehrerer Manager und auch gleich des Transportministers Madagaskars. Sie werfen den Verantwortlichen Versagen auf der ganzen Linie vor. Günstlingswirtschaft, Verpolitisierung, Inkompetenz sind die gröbsten Vorwürfe. Die Angestellten beklagen aber auch Flugausfälle, den Verbleib auf der Schwarzen Liste der EU und ein schlechtes Arbeitsklima.

Regierung zahlt Air Madagascar hohe Subventionen

Management und Regierung waren bislang stets stolz, dass Air Madagascar vergangenes Jahr den Verlust erneut deutlich verringern konnte. 2013 hatte der Fehlbetrag noch 17 Millionen Euro betragen. Doch nun musste Transportminister Ulrich Andriantina zugeben, dass die finanzielle Lage dennoch kritisch sei.

Dank Subventionen auf Flughöhe

Nur dank Subventionen hält sich die Airline nämlich auf Flughöhe. 2014 erhielt sie rund 10 Milliarden Ariary oder umgerechnet 3 Millionen Euro an Subventionen. Diese werden gezahlt, obwohl der Internationale Währungsfonds die Regierung eigentlich aufgefordert hatte, die Zahlungen einzustellen.

Und dafür, dass Air Madagascar auf der Schwarzen Liste sei, könne man nichts, so Andriantina. Das liege an der Airline. Von Nepotismus könne auch keine Rede sein. Air Madagascar wurde 1962 gegründet. Die Fluglinie besitzt heute eine Flotte von zwei Airbus A340-300, einer Boeing 737-300, drei ATR 72 und eine ATR 42. Damit fliegt sie 24 Ziele in neun Ländern an.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg