Wenn Air India ihre Finanzen nicht in den Griff bekommt, fehlen bald Kapitäne für die Flieger.

Air India verliert Piloten

Die indische Nationalairline kann die Löhne nicht mehr regelmäßig zahlen. Dutzende Piloten zogen die Konsequenzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

49 Piloten hatten 2011 schon genug von Air Indias Geldproblemen. Sie reichten die Kündigung ein, weil die Fluggesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre Löhne rechtzeitig zu zahlen oder das Gehalt zum Teil sogar ganz ausblieb. Das gab das indische Ministerium für zivile Luftfahrt in einer Fragestunde im Parlament bekannt. 34 der Piloten waren vorher für Indian Airlines geflogen, die im Februar dieses Jahres in Air India aufging. 15 waren direkt bei Air India angestellt. Laut dem Ministerium gab der Großteil von Ihnen nicht bezahlte Löhne als Grund für die Kündigung an. Da der Luftfahrtsektor boomt, finden sie problemlos eine neue Stelle.

Momentan schuldet Air India ihren Piloten und anderen Angestellten das Gehalt für einen Monat und gar Boni für zwei Monate. Schon im Mai hatten die Piloten ihrer Wut Luft gemacht und in einem neuntägigen Streik gegen das Management demonstriert - ohne Erfolg. Air India manövrierte sich immer weiter in die Krise. Auf mehr als neun Milliarden Dollar wird der Schuldenberg schon geschätzt. Und kleiner wird er so schnell nicht. Alleine dieses Jahr fliegt Air India gemäß Schätzungen einen Verlust von 1,5 Milliarden ein.

Zusätzliche Anreize

Um nicht auch noch die restlichen Piloten zu verlieren, legt die Fluglinie sich nun ins Zeug: Die Billigtochter Air India Express bietet ihren Kapitänen 100'000 Rupien (rund 1500 Euro/1700 Franken) extra im Monat, falls sie bereit sind, sich in Nicht-Metropolregionen niederzulassen. Das sind zum Beispiel die Städte Kochi, Mangalore oder Kozikhode.

Mehr zum Thema

Thomas Forster: «Das Hauptargument für City Airlines ist die Perspektive».

«Wir werden von Anfang an erfahrene Pilotinnen und Piloten auf dem Airbus A220 haben»

Cockpitpersonal bei der Arbeit: Wo verdient man in Europa am meisten?

So viel verdienen Pilotinnen und Piloten in Europa

ticker-usa

Druck auf Donald Trump steigt, das Rentenalter für Pilotinnen und Piloten auf 67 Jahre zu erhöhen

Cockpit in der Nacht: Wie sind Pilotinnen und Piloten angestellt?

Ein Urteil mit Folgen: Scheinselbstständigkeit bringt Luftfahrt in Bedrängnis

Video

Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies