A380 von Air France: Spinetta fürchtet die Bedeutungslosigkeit

«Eine Art Selbstmord»

Air-France-KLM-Chef Jean-Cyril Spinetta hält den Wettbewerb mit Emirates & Co. für ungerecht. Er fordert die EU auf, etwas zu unternehmen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Prognose ist knallhart. «Wenn man mit den Golf-Anbietern unter einem Open-Sky-Abkommen in den Wettbewerb treten muss, ist es eine Art Selbstmord». Jean-Cyril Spinetta kritisiert, dass Emirates, Etihad & Co. eventuell bald in Europa nach denselben Regeln spielen dürfen, wie hiesige Fluggesellschaften. Der europäischen Luftfahrt drohe das Ende, wenn die Politik nicht dagegen halte, warnt der Air-France-KLM-Chef.

Die Anbieter aus dem Nahen Osten setzen Lufthansa, Air France und Co. zunehmend unter Druck. Gerade die Flüge zwischen Europa und Asien via ihre Drehkreuze Dubai oder Abu Dhabi bauen sie immer mehr aus, die Flotten wachsen und wachsen. Das sei nur möglich, weil die arabische Konkurrenz massive staatliche Unterstützung erhalte, so der Chef von Air France KLM in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Financial Times.

Emirates zahle weniger Steuern

Zwar streiten Emirates & Co. ab, dass sie staatliche Vorteile genießen. Doch laut dem Air-France-Chef stimmt das nicht. So zahle Emirates am Heimatflughafen massiv niedrigere Steuern und Gebühren als Air France an ihrer Heimbasis Paris Charles De Gaulle. Außerdem kämen sie wesentlich einfacher an Finanzspritzen als Europas Anbieter, die nach strikten Regeln vorgehen müssen.

Emirates, Etihad und Qatar müssten der Europäischen Kommission glaubhaft nachweisen, dass der Wettbewerb sich auf einem fairen Niveau abspiele, so Spinetta. Dass er derart vehement Kritik übt, ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil Air France erst im vergangenen Oktober mit Etihad ein Codeshare-Abkommen schloss.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin