Letzte Aktualisierung: um 16:41 Uhr

Vereinheitlichung der Flotte

Air Europa sagt ATR 72 adios

Die spanische Fluggesellschaft hat ihre letzte ATR 72 verabschiedet. Damit ist Air Europa nun eine reine Boeing-Betreiberin.

Es sind turbulente Zeiten für Air Europa. Nach langem Hin und Her darf Iberia-Mutter IAG die Fluggesellschaft mit Sitz auf der Baleareninsel Mallorca übernehmen. Beide Parteien rechnen mit einer Zeitspanne von 18 Monaten, bis alle Genehmigungen vorliegen und alle rechtlichen Schritte vollzogen sind.

In der vergangenen Woche hat Air Europa ein weiteres strategisch wichtiges Projekt abgeschlossen: die Vereinheitlichung der Flotte. Die Airline setzt für die Kurz- und Mittelstrecke nur noch auf die Boeing 737 sowie für die Langstrecke auf Boeings Dreamliner. Die Einheitsflotte ist Teil des strategischen Plans für die Jahre 2023 bis 2025, um die Airline nachhaltiger, effizienter und zukunftsfähiger aufzustellen.

Am 14. Juli war Schluss

Die letzte Hürde auf dem Weg zur reinen Boeing-Betreiberin war die Ausflottung der letzten ATR-72-500 mit der Kennung EC-MZJ am 14. Juli. Die Maschine absolvierte ihren finalen Einsatz zwischen Alicante und Madrid. Mit an Bord war auch der Chef von Air Europa Express, Toni Gimeno, sowie weitere Spitzenvertreter der Airline.

Die ATR-Flotte war bei den Spaniern über zehn Jahre in Betrieb. Insgesamt wurden mehr als 135.000 Flüge durchgeführt und rund sechs Millionen Passagiere befördert. Eingesetzt wurden im Vor-Pandemie-Jahr 2019 bis zu elf Exemplare – meist auf Inlandsrouten sowie auf den Kanarischen Inseln und auf den Balearen, schreibt das Portal Aeroin.

Von Spanien nach Bulgarien

Ihr letzter Flug führte die Maschine dann weg aus Spanien. Am 16. Juli ging es von Alicante bis Sofia, wie bei dem Flugverfolgungsdienst Flightradar 24 zu sehen ist.