Airbus A321 von Condor: Die Flotte des Ferienfliegers wächst.

Neue deutsche AirlineCondor pumpt sich mit neuer Tochter auf

Der Kauf eines kleinen Teils von Air Berlin hilft dem Thomas-Cook-Konzern und seiner deutschen Tochter Condor, schneller zu wachsen.

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Noch heißt sie Air Berlin Aviation. Künftig soll sie den Namen Thomas Cook Aviation tragen. Der europäische Reisekonzern hatte das Unternehmen im Januar der insolventen deutschen Fluggesellschaft abgekauft. Das Ziel: Mit ihm schneller wachsen zu können.

Air Berlin Aviation erlaubt es Thomas Cook, parallel zum üblichen Karriereweg bei Condor schneller Piloten und Kopiloten anzustellen. Die Konditionen sollen an die der Schwesterairline angelehnt sein, heißt es. Der Anstellungsprozess ist auf Kurs. Jetzt hat die neue deutsche Fluggesellschaft auch das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate AOC) von den deutschen Behörden erhalten.

Condor wächst um ein Viertel

Thomas Cook Aviation kann deshalb ab Ende April wie geplant starten. Sie wird nie selbstständig auftreten, sondern ausschließlich im Auftrag von Condor Passagiere an Ziele in Europa und rund ums Mittelmeer fliegen. Die Fluggesellschaft bekommt dafür sechs Flugzeuge. Die für Condor zur Verfügung stehende Kurz- und Mittelstreckenflotte wächst dadurch auf einen Schlag um ein Viertel.

Nicht nur Teile von Air Berlin helfen dem Reiseriesen zu einem sprunghaften Wachstum, das über den ganzen Konzern insgesamt rund 10 Prozent beträgt. Thomas Cook hatte vergangenes Jahr auch beschlossen, auf Mallorca eine neue Tochter zu gründen. Thomas Cook Airlines Balearics wird  fünf Flugzeuge besitzen, wovon drei von der stillgelegten Thomas Cook Belgium stammen.

Interne Wet-Lease-Anbieterin

Die spanische Tochter wird nach Bedarf für die Airlines im Konzern fliegen. Sie agiert also als interne Wet-Lease-Anbieterin. «Dadurch können die Qualität und das Kundenerlebnis im Vergleich zu Wet-lease-Partnern verbessert werden», begründet der Konzern. Hinzu kommen tiefere Kosten dank dem Standort in Spanien.

Auch die britische Thomas Cook Airlines bekommt ein zusätzliches Flugzeug. Sie wird damit ab Sommer 2018 ihr Kurz- und Mittelstreckengeschäft ausbauen.

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