Animation des A380 von Air Austral: Definitiv weniger Sitzplätze.

Ausweg aus dem A380-Dilemma

Air Austral will die Anzahlung für ihre zwei A380 nicht verlieren. Doch Geld für die Übernahme der Jets hat sie nicht. Nun prüft sie eine Umwandlung der Order.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

«Das Projekt wurde aufgegeben», sagt Marie-Joseph Malé. Der Vorstandsvorsitzende von Air Austral wird keine A380 in der XXL-Version bestellen, wie das vor zwei Jahren noch geplant war. Sein Vorgänger an der Spitze der Fluggesellschaft mit Sitz auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean orderte 2009 zwei A380 in einer Einklassenkonfiguration bei Airbus. Sie hätten rund 840 Sitzplätze geboten - mehr als bei jeder anderen Airline. Air Austral plante dafür eigens eine Billigtochter zu gründen. Outremer380 hätte Passagiere mit den A380 zu Tiefstpreisen von Paris auf die Ferieninsel fliegen sollen. «Es gibt ein Risiko der Kannibalisierung des eigenen Angebots durch eine solche Lowcost-Tochter», erklärte Malé am Freitag (21. September) vor den Medien.

Klar ist auch, dass die Fluggesellschaft die 30 Millionen Euro Anzahlung nicht verlieren will, welche sie an den europäischen Hersteller überwies. «Wir befinden uns in Diskussionen mit Airbus», erklärte Malé gemäß dem Informationsportal Zinfos 974. Alle Optionen lägen auf dem Tisch. Konkret heißt das: Verzögerung der Bestellung, um finanziell weiter zu gesunden, eine ausgewogenere Konfiguration der Maschinen, ein Ersatz der A380 durch andere Flugzeugtypen oder im Notfall halt doch eine Annulierung. Die meisten Möglichkeiten sind indes eher theoretisch denn praktisch. Denn Geld für die Bezahlung der beiden A380 hat Air Austral keines. Sie verliert noch immer Geld. Letztes Jahr musste sie von der Inselregierung gestützt werden. Bei der Annulierung wäre die Anzahlung verloren.

Entscheid in den nächsten Monaten

Schadlos kommt Air Austral deshalb wohl nicht mehr aus der Lage heraus, in welche der ehemalige Firmenchef Gérard Ethève sie mit seiner Order der beiden XXL-A380 führte. Auch eine Umwandlung der Bestellung in eine Order eines Airbus A320 oder A330, wie sich die neuen Firmenleiter gemäß dem Portal Clicanoo überlegen, hat Nachteile. Denn bislang besteht die Flotte neben ATR für den nationalen Verkehr ausschließlich aus Jets von Boeing. Der Airbus wäre also im Unterhalt teurer. Bis Mitte 2013 will Malé das Problem deshalb nun endgültig lösen.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 von Global Airlines: Soll vor Jahresende wider fliegen.

Global Airlines will weiteres Flugzeug - und die Malediven ansteuern

Airbus A380 von Emirates: 15 der Superjumbos der Fluglinie müssen zur Detail-Inspektion.

Airbus A380 von Emirates und Qantas müssen schnell zur Flügelinspektion

Airbus A380 von Qatar Airways: Zurück im Einsatz.

Qatar Airways fliegt wieder mit dem Airbus A380 - aber nur mit halb so vielen wie vor dem Iran-Krieg

Airbus A380 von Emirates in Frankfurt: Aktuell nicht dort zu sehen.

Deutschland muss vorübergehend ohne Airbus A380 von Emirates auskommen

Video

Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack