Airbus A330 von Air Asia X: Nicht mehr nach Europa.

Air Asia X lässt Europa fallen

Zu hohe Kosten, zu wenig Passagiere - die Air-Asia-Langstreckentochter will profitabler werden.

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Luftfahrt

Strecken nach Europa sind für asiatische Fluggesellschaften offenbar immer weniger lohnenswert. Erst vor etwa einem Monat gab die angeschlagene Malaysia Airlines bekannt, viele Routen zum Alten Kontinent vom Flugplan zu streichen. Jetzt müssen auch die Europa-Verbindungen von Air Asia X dran glauben. Der ebenfalls in Malaysia ansässige Billigflieger bietet bisher die Ziele Paris und London an. In Großbritanniens Hauptstadt flog er seit 2009, nach Paris erst seit 2011. Doch Ende März ist es damit schon wieder vorbei.

Auch die Flüge nach Delhi und Mumbai fallen dem Rotstift zum Opfer. Der Grund dafür sind allerdings bei den indischen Städten die hohen Gebühren, welche die Flughäfen für Wartung, Landung oder Service erheben. Auch Visa-Probleme, welche die Reisen zwischen Malaysia und Indien erschweren, machten den Betrieb heikler. Bei den europäischen Routen sind hohe Treibstoffpreise und zu geringe Nachfrage für den Schnitt verantwortlich. Aber auch die Gebühren, die in Grossbritannien für Passagiere anfallen, seien zu hoch. Ausserdem würden sich diese 2012 noch weiter erhöhen, so Air Asia X.

Zum Marktführer werden

Mit den Änderungen hofft man, das Ergebnis unterm Strich deutlich zu verbessern. Man wolle sich nun auf die Kernmärkte in Australasien, China, Taiwan, Japan und Korea konzentrieren, so Air-Asia-X-Chef Azran Osman-Rani gemäß der Nachrichtenagentur AFP. Dort biete die Infrastruktur gute Bedingungen, um Billigangebote profitabel halten zu können. Dort will die Fluglinie sich nun bis zur Marktführerschaft mausern. Die Air-Asia-X-Mutter Air Asia konzentriert sich ganz auf Kurz- und Mittelstreckenziele, die unter vier Stunden Flug erreichbar sind.

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