Horrorbild des Absturzes: Bei Passagierjets unwahrscheinlich

B747-Crash: Nicht mit Passagieren

Die Bilder des Absturzes einer Boeing B747 in Afghanistan gingen um die Welt. Passagiere sollten sich deswegen nicht sorgen.

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Die Aufnahmen sehen so brutal aus, dass man hofft, es sei eine Szene aus einem Actionfilm. Doch die Bilder der Boeing B747-400F der amerikanischen Frachtgesellschaft National Air Cargo, die in Afghanistan abstürzte, sind echt. Der riesige Flieger fällt direkt nach dem Start von der Bagram Air Base einfach vom Himmel und geht am Boden sofort in Flammen auf. Das Unglück ereignete sich am 29. April. Seither gehen die spektakulären Aufnahmen des Crashs um die Welt. Der Jet war für die amerikanische Luftwaffe unterwegs und transportierte Fahrzeuge und andere Güter.

Was genau zum Absturz führte, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen, ist noch unklar. Die Behauptung der Taliban, sie hätten den Jumbo-Jet in einer Frühlings-Offensive abgeschossen, verneinte die Nato bereits. Vor dem Absturz war der Jet plötzlich langsamer geworden und ins Trudeln geraten. Eine Theorie, die viele Experten nun vertreten: Die Fracht, die der Jet geladen hatte, war nicht richtig festgezurrt und löste sich beim Start. Durch die Umverteilung des Gewichts könnte der Jet ins Trudeln geraten sein, was zum Kippen des Anstellwinkels, zum Strömungsabriss und schließlich zum Absturz geführt haben könnte.

Ladung verrutscht

Solche Bilder sorgen bei Passagieren, die vielleicht ohnehin schon mit einem unguten Gefühl ins Flugzeug steigen, für noch mehr Nervosität. Doch wer nun Angst hat, so etwas könnte bei einem normalen Passagierflug auch geschehen, liegt falsch. «Passagierflieger haben keine so schwere Fracht geladen wie Frachtflugzeuge», erklärt Jörg Handwerg, Sprecher der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit. Handwerg flog während seiner Pilotenlaufbahn selbst auch schon mit der Boeing B747-400.

Militärfahrzeuge werde wohl kein Jumbo mit Passagieren an Bord haben. Dort transportiere man eher Pakete, Paletten, aber auch die gut verstaut in Containern. Und selbst wenn es dort zu Verschiebungen komme, habe das keine vergleichbaren Auswirkungen, denn das Gewicht ist deutlich geringer. Zudem nimmt oft schon das Gepäck der Passagiere so viel Raum ein, dass es gar nicht zu signifikanten Verschiebungen kommen kann.

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