Frisches Geld vom Staat: Aerolineas Argentinas soll knapp 90 Millionen Euro erhalten haben.

Defizitäre AirlineAerolineas erhält Millionen

Argentiniens Nationalairline schreibt tiefrote Zahlen. Nun erhielt Aerolineas Argentinas erneut eine Finanzspritze vom Staat.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Kritik in Argentinien ist groß, seit TN News berichtete, dass die Regierung der Nationalairline eine Finanzspritze von 955,6 Millionen Peso – umgerechnet knapp 90 Millionen Euro – spendiert haben soll. Aerolineas Argentinas steckt seit Jahren in den roten Zahlen und soll auch in diesem Jahr etwa 375 Millionen Euro Verluste machen. Offenbar stellt die Fluglinie dennoch immer neue Mitarbeiter ein. Die Zahl der Angestellten soll um knapp 1000 gestiegen sein.

Airline-Chef Mariano Recaldo verteidigt sein Unternehmen und verglich seinen Nutzen mit dem von Schulen und Krankenhäusern: «Die Kritiker haben etwas gegen den Eingriff des Staates in die Wirtschaft. Der Staat sorgt dafür, dass ein Unternehmen am Leben bleibt, das zwar nicht profitabel von einem wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus ist, das der Bevölkerung aber nutzt».

Airline setzt auf größere Flotte

Der schwache Argentinische Peso habe den Umsatz von Aerolineas Argentinas so geschmälert, dass es zu den Verlusten komme. Die Erholung der Airline hänge nicht von der Ausdünnung von Strecken oder der Streichung von Arbeitsplätzen ab. Stattdessen sollen ein besseres Netzwerk und eine größere Flotte für die nötigen Gewinne sorgen.

Offenbar hat die Airline seit der Verstaatlichung 2008 bislang knapp vier Milliarden Euro vom argentinischen Staat erhalten, berichtet La Nacion. Ob die Airline dieses Geld jemals wieder einfliegen wird, dürfte mehr als fraglich sein. Denn noch immer hat die Airline die Zahl ihrer Piloten nicht reduziert – obwohl dies bereits 2011 geplant war. Auf ein Flugzeug kommen im Schnitt 33,4 Piloten, bei anderen Airlines sind es 13,2.

Mehr zum Thema

Zwei Flugzeuge der Flugschule Flying Parrot: Ein Fluglehrer der Flugschule hat am 4. Juli mutmaßlich Selbstmord begangen.

Fluglehrer springt während Flug aus Cessna – Flugschülerin muss alleine landen

Joy Airline: Will auf kleine Jets setzen.

In Argentinien ist eine neue Airline in Planung - und der Chef ist kein Unbekannter

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

ticker domus airways

Domus Airways: Neue argentinische Airline vor dem Start - mit speziellem Konzept

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg