Tupolev Tu-214: Doch nicht zu Aeroflot?

Bestellung umgewandeltAeroflot will keine Tupolev Tu-214 mehr

Eigentlich hätte schon dieses Jahr die erste Tupolev Tu-214 zur Flotte der russischen Nationalairline stoßen sollen. Doch daraus wird nichts.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Eigentlich setzte man in die Tupolev Tu-214 große Hoffnungen. Seit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine kommen die Airlines des Landes nicht an westliche Flugzeuge oder Ersatzteile. Daher wollte Russland die heimische Produktion hochfahren - auch die der Tupolev-Maschine. Aeroflot, so hieß es einst sogar aus der Regierung, könnte die Tu-214 zum Kern ihrer Flotte machen.

Doch dazu kommt es nicht. Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtet, will die russische Nationalairline eine Bestellung aus dem Jahr 2022 umwandeln. Stand jetzt umfasst die Order 210 Yakovlev MS-21, 89 Superjet New - eine Version des Superjet mit mehrheitlich russischen Teilen - und 40 Tu-214. Die Fluggesellschaft will das so nicht mehr.

Nur noch MS-21

«Wir diskutieren jetzt über die Umwandlung dieses Abkommens und die vollständige Umstellung der gesamten Flotte auf MS-21», so Sergey Alexandrovsky gegenüber Rossiya 24. Man befinde sich gerade in entsprechenden Verhandlungen. Sowohl die Basisversion des Flugzeugs als auch die sich in der Entwicklung befindende Kurzversion seien interessant. Die Kurzversion MS-21-200 bietet künftig 150 Reisenden Platz und hat eine Reichweite von 6000 Kilometern.

Die Gründe für den Entscheid nennt er nicht. Doch die MS-21 ist definitiv der modernere der beiden Flieger. Denn die Tu-214 absolvierte ihren Erstflug im Jahr 1996. Die Produktion der Tu-214 wurde nie ganz eingestellt, lief aber nur noch auf Sparflamme. Im Zuge der Sanktionen entschied man sich in Russland, die Produktion wieder hochzufahren.

Nur zwei Tupolev Tu-214 aktiv

Der Zweistrahler ist eine Weiterentwicklung der Tu-204 mit höherem maximalen Startgewicht von 110,75 Tonnen. Sie bietet bis zu 210 Reisenden Platz und hat bei maximaler Beladung eine Reichweite von bis zu 3800 Kilometern.

Angetrieben wird die Tupolev Tu-214 von zwei russischen Triebwerken vom Typ Aviadvigatel PS-90. Gemäß dem Luftfahrtdatenportal CH Aviation sind aktuell nur noch zwei Exemplare aktiv, je eines bei Rossiya und eines bei Red Wings. Aeroflot hätte das erste Exemplar dieses Jahr erhalten sollen. Doch daraus scheint nichts zu werden.

Mehr zum Thema

Tupolev Tu-214: Fliegt ab 2024 in der Aeroflot-Gruppe.

Schon 2024 bekommt Aeroflot erste Tupolev Tu-214

Tupolev-Produktion in Kasan: Schon bald wieder in Serie?

Russland will Produktion der Tupolev Tu-214 schnell hochfahren

Produktion des Superjet 100: Aeroflot will aufstocken.

Aeroflot will 300 russische Flugzeuge bestellen

ticker-russland

Russland will Zugang von Airlines zu internationalen Strecken verschärfen

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin