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Aeroflot will keine An-148 mehr

Die russische Airline hält den Flieger für nicht attraktiv genug und will eine Option für ihre Tochter Rossiya nicht einlösen.

Antonow

Enteisung einer An-148: Ein Problemflieger?

«Sie sind einfach nicht kostengünstig», sagt Aeroflot-Chef Witali Saweliew. Er plane daher nicht, die Flotte der Aeroflot-Tochter Rossiya mit weiteren Fliegern des Typs Antonow An-148 zu erweitern. Sechs der Regionaljets finden sich momentan im 29 Flieger starken Rossya-Flugzeugpark. Eigentlich sollten sechs weitere hinzu kommen. Die Bestellungen legte Aeroflot nun vorerst auf Eis, erklärte Saweliew laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Die Nachricht kommt nur rund zwei Wochen, nachdem die russische Luftfahrtbehörde MAK eine Warnung an den ukrainischen Hersteller Antonow aussprach. In den Triebwerken der Maschine könne es «ernsthafte Defekte» geben, die sich auf die Lufttüchtigkeit der Maschinen auswirken könnten, erklärte die Behörde Anfang August laut der Zeitung Kommersant Ukraina. Das würde für die An-148 ein Flugverbot in Russland bedeuten, bis die Probleme behoben sind.

Kritik hatte auch schon Rossya an den Fliegern geübt: Im September 2010 hatte sich die Airline über die schlechte Verlässlichkeit der Flieger beschwert. Das sei nicht das, was man versprochen habe. Sie sei zu schlecht, um regelmäßige und sichere Flüge anzubieten, hieß es damals. Der Ruf der An-148 als Problemflieger wurde nicht besser, als beim Absturz eines Testfluges im März 2011 sechs Menschen ums Leben kamen. Grund für den Crash war offenbar ein falscher Geschwindigkeitsmesser.

In der ehemaligen Sowjetunion

Der Kurzstreckenflieger An-148 kam erst 2007 auf den Markt und kann zwischen 68 und 85 Passagieren transportieren. Sie hat eine Reichweite von rund 3500 Kilometern. Die An-148 ist derzeit vor allem bei Fluggesellschaften aus der ehemaligen Sowjetunion im Einsatz – unter anderem bei Polet, Ukraine International oder Angara Airlines.



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