Enteisung einer An-148: Ein Problemflieger?

Aeroflot will keine An-148 mehr

Die russische Airline hält den Flieger für nicht attraktiv genug und will eine Option für ihre Tochter Rossiya nicht einlösen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

«Sie sind einfach nicht kostengünstig», sagt Aeroflot-Chef Witali Saweliew. Er plane daher nicht, die Flotte der Aeroflot-Tochter Rossiya mit weiteren Fliegern des Typs Antonow An-148 zu erweitern. Sechs der Regionaljets finden sich momentan im 29 Flieger starken Rossya-Flugzeugpark. Eigentlich sollten sechs weitere hinzu kommen. Die Bestellungen legte Aeroflot nun vorerst auf Eis, erklärte Saweliew laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Die Nachricht kommt nur rund zwei Wochen, nachdem die russische Luftfahrtbehörde MAK eine Warnung an den ukrainischen Hersteller Antonow aussprach. In den Triebwerken der Maschine könne es «ernsthafte Defekte» geben, die sich auf die Lufttüchtigkeit der Maschinen auswirken könnten, erklärte die Behörde Anfang August laut der Zeitung Kommersant Ukraina. Das würde für die An-148 ein Flugverbot in Russland bedeuten, bis die Probleme behoben sind.

Kritik hatte auch schon Rossya an den Fliegern geübt: Im September 2010 hatte sich die Airline über die schlechte Verlässlichkeit der Flieger beschwert. Das sei nicht das, was man versprochen habe. Sie sei zu schlecht, um regelmäßige und sichere Flüge anzubieten, hieß es damals. Der Ruf der An-148 als Problemflieger wurde nicht besser, als beim Absturz eines Testfluges im März 2011 sechs Menschen ums Leben kamen. Grund für den Crash war offenbar ein falscher Geschwindigkeitsmesser.

In der ehemaligen Sowjetunion

Der Kurzstreckenflieger An-148 kam erst 2007 auf den Markt und kann zwischen 68 und 85 Passagieren transportieren. Sie hat eine Reichweite von rund 3500 Kilometern. Die An-148 ist derzeit vor allem bei Fluggesellschaften aus der ehemaligen Sowjetunion im Einsatz - unter anderem bei Polet, Ukraine International oder Angara Airlines.

Mehr zum Thema

Eva-Air-Flug BR71 nach München am 25. Oktober: Lange Zeit durch russischen Luftraum.

Wieso Eva Air und China Airlines auf einmal über Russland nach Europa fliegen

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack