Airbus A350 von Aeroflot über Newfoundland: War verboten.

KanadaAeroflot-Piloten drangen mit Trick in gesperrten Luftraum ein

Ein Airbus A350 von Aeroflot hat den Luftraum von Kanada genutzt, obwohl dieser gesperrt war. Jetzt ist klar, wie es dazu kam. Die Piloten wendeten einen Trick an - nicht als einzige.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Flug SU111 war am Sonntagnachmittag (27. Februar) in Miami gestartet. Nach rund drei Stunden überquerte der Airbus A350 von Aeroflot die Grenze zwischen den USA und Kanada. Er flog danach über die Provinzen New Brunswick, Québec und Newfoundland and Labrador, bevor er Richtung Grönland weiterflog und auf sein Ziel Moskau hinsteuerte.

Das Flugzeug mit dem Kennzeichen VQ-BFY hat damit den kanadischen Luftraum verletzt. Denn das Land hat wie auch die meisten europäischen Staaten seinen Himmel für russische Flieger gesperrt - als Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Noch am selben Tag gab die kanadische Flugsicherung Nav Canada bekannt, den Zwischenfall zu untersuchen.

Erklärung für bare Münze genommen

Jetzt liegen die Resultate vor. Die Piloten von Aeroflot seien von den kanadischen Lotsen informiert worden, dass sie nicht in ihren Luftraum einfliegen dürften, so Nav Canada in einer Mitteilung zum Vorfall. Doch diese hätten ihren Flug als «humanitär» deklariert und gesagt, dass sie deshalb über Kanada fliegen würden.

Ihre Fluglotsinnen und Fluglotsen hätten die Erklärung für bare Münze genommen, so Nav Canada. Das sei bisher auch Gepflogenheit gewesen. Denn die bestehenden Vorschriften besagten, dass humanitäre Flüge in Übereinstimmung mit internationalen Abmachungen durchgelassen werden müssten.

Zwei folgende Flieger scheiterten

In der Folge hätten sich allerdings zwei weitere russische Flugzeuge, die über den USA unterwegs waren und nach Kanada fliegen wollten, gemeldet. Auch sie hätten sich für «humanitär» erklärt. Ihnen sei dann der Überflug verweigert worden.

Montagnachmittag (28. Februar) war auch eine Boeing 737-800 von Aeroflot kurzzeitig in den griechischen Luftraum eingedrungen. Doch sie musste nach wenigen Minuten umdrehen.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Aeroflot: Viele in Europa geleast.

Russischen Airlines droht Abzug von Hunderten Jets

Die in Köln gestrandete Boeing 737 F von Atran: Kann Deutschland nicht mehr verlassen.

Wo überall russische Flugzeuge gestrandet sind

Boeing 737.800 von Aeroflot: Flog gestern nach Griechenland - ganz kurz.

Mysteriöser Flug von Aeroflot in gesperrten griechischen Luftraum

Boeing 777 von Nordwind Airlines: Fliegt eher leer nach Nordkorea.

Flüge von Moskau nach Pjöngjang bleiben praktisch leer

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies