Eine Aeroflot-Maschine im Hangar: Die Fluggesellschaft hat 2022 mehr Flüge durchgeführt als im Vorjahr.

Minus 80 ProzentAeroflot hat Ausgaben für Wartung massiv gekürzt

Die russische Fluggesellschaft gibt drastisch weniger Geld für die Wartung ihrer Flugzeuge aus. Die Gründe für die Einsparung bei Aeroflot werden unterschiedlich interpretiert.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Bedenken, wie sich die westlichen Sanktionen in Russland auf die Lufttüchtigkeit von Flugzeugen auswirken könnten, gab es schon früh. Den Fluggesellschaften des Landes ist es untersagt, neue Flieger oder Ersatzteile aus westlicher Produktion zu beziehen. Im Februar äußerte Airbus-Chef Guillaume Faury massive Zweifel, was den Zustand der russischen Flotten angeht.

Aber weil Not erfinderisch macht, sollen russische Fluggesellschaften versucht haben, die Regierung dazu zu bringen, die Wartungsintervalle westlicher Flugzeuge in Ausnahmefällen zu vergrößern. Auch Bitten nach Erleichterungen bei der Dokumentation des Wartungszustandes von Flugzeugen wurden kolportiert. Und gewisse Ersatzteile werden jetzt im Lande selbst hergestellt. Inzwischen kommen auch Komponenten über Umwege nach Russland.

Ausgaben um 170 Millionen Euro reduziert

Nun gibt es erstmals belastbare Zahlen. Aeroflot hat kürzlich ihren Jahresbericht vorgestellt, allerdings nicht mehr öffentlich. Dem russischen Telegram-Kanal Aviatorshina liegt er jedoch vor. Die Wartungs- und  Instandhaltungskosten für die Flugzeuge der mehrheitlich staatlichen Gruppe, seien um rund 80 Prozent zurückgegangen, berichtet er und zeigt einen Ausschnitt aus dem Bericht.

Es ist die größte Reduzierung unter allen Ausgabenposten, die Aeroflot in ihrem Bericht nennt. Investierte die Airline 2021 noch 19,77 Milliarden Rubel (rund 214 Millionen Euro) in die Wartung und Instandhaltung ihrer Flieger und Triebwerke, waren es im vergangenen Jahr nur noch 3,86 Milliarden Rubel beziehungsweise knapp 41 Millionen Euro - rund 170 Millionen Euro weniger.

Mehr Flüge und mehr Passagiere, niedrigere Preise

Aeroflot erklärt den starken Rückgang, ausschließlich mit der gesunkenen Anzahl von Flügen als Folge der internationalen Sanktionen. Laut Aviatorshina verzeichnete die gesamte Flotte der Gruppe aber nur rund neun Prozent weniger Flugstunden als im Vorjahr. Die Zahl der Flüge und das Passagieraufkommen sollen um 15,4 Prozent beziehungsweise um 4 Prozent gestiegen sein.

Russische Medien nennen neben dem Ende der teuren Wartungsarbeiten im Ausland auch die preiswertere heimische Ersatzteilproduktion als Grund für den massiven Rückgang der Wartungskosten.

Mehr zum Thema

Aeroflots jüngster Airbus A350: Auf diesem Archivbild im Testflugbetrieb zu sehen.

Aeroflot schickt jüngsten Airbus A350 wieder auf die Strecke

Airbus A321 Neo in Aeroflot-Farben: Ersatzteile gibt es kaum.

Airbus-Chef schaut mit Sorge auf Ersatzteillage in Russland

Airbus A350 von Aeroflot vor der Auslieferung: Da war noch alles in Ordnung.

Aeroflots Kabinencrews dürfen Mängel nicht mehr dokumentieren

Antonov An-2 einer Feuerwehreinheit zur Waldbrandbekämpfung: Angetrieben von einem Neunzylinder-Sternmotor.

Wie Russland darum ringt, die Antonov An-2 noch lange in der Luft zu halten

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil