Das umstrittene Foto: Sorgt bei Air Busan für Aufruhr.

Air BusanÄrger um Passagier-Foto mit Brokkoli-Kommentar

Die koreanische Air Busan entschuldigt sich für eine Flugbegleiterin. Diese hatte ein Foto von Passagieren veröffentlicht. Dazu gab es Witze über die Haare der Reisenden.

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Eigentlich sieht das Foto harmlos aus. Es zeigt die vollbesetzte Kabine eines Flugzeuges, fotografiert aus dem hinteren Teil. Von den Passagieren sind lediglich Hinterköpfe und dunkle Haare zu erkennen. Dieses Bild veröffentlichte eine Flugbegleiterin der südkoreanischen Billigfluggesellschaft Air Busan am 14. April auf ihrem Instagram-Account. Dazu schrieb sie: «Alles die gleichen Dauerwellen (in den Hauptrollen Omegi rice-cake 400 boxes)», wie die Zeitung Korea Herald berichtet.

Bei den braunen «Omegi rice-cake» handelt es sich um eine Spezialität von der Insel Jeju, von der aus der Flug unterwegs war in Richtung Busan. Als Kommentar zu dem Foto lässt sich das Ganze durchaus als spöttischer Vergleich zu den Frisuren der Passagiere verstehen. Unter das Bild schrieben bei Instagram auch Kollegen der Flugbegleiterin Kommentare, so die Zeitung: «Sieht aus wie auf einer Brokkoli-Farm», hieß es da, «Ist dieses Flugzeug unterwegs nach China?» und «Das sind alles Frauen mittleren Alters».

Entschuldigung und Konsequenzen

Air Busan, Tochtergesellschaft von Asiana Airlines, meldete sich kurz darauf über den Instagram-Account des Unternehmens zu Wort. In dem Post kommt zuerst die Flugbegleiterin selber zu Wort. Sie entschuldigt sich für die Veröffentlichung des Fotos, das sie vor drei Monaten aufgenommen habe, und des dazugehörigen Kommentares.

«Ich dachte, es gäbe kein Problem mit dem Foto, weil es die Passagiere von hinten zeigt», ist dort zu lesen. Die Erwähnung von «Omegi rice-cake» habe sich außerdem nur darauf bezogen, dass die Reisenden diese Spezialität von Jeju mit nach hause nehmen - eine andere Bedeutung habe dies sicher nicht gehabt. Der Beitrag sei mittlerweile gelöscht.

Ethiktrainings angekündigt

Ebenfalls äußert sich ein für den Kabinenservice zuständiger Air-Busan-Manager und entschuldigt sich. Er kündigt an, die Fluglinie werde den Vorfall untersuchen und Maßnahmen gegen Crew und Kommentatoren einleiten. Außerdem werde man Ethiktrainings durchführen, um zu verhindern, dass sich ein Vorfall wie dieser wiederhole.

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