Pilotin und Kopilotin: Bald alleine unterwegs.

Fliegen ohne Kopilot?

Die Luftfahrtbranche will das Fliegen sicherer und billiger machen. Daher überlegt sie sich nun, den zweiten Mann im Cockpit abzuschaffen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es sind durchaus große Namen, die sich an der Initiative «Across» beteiligen. Die Abkürzung steht für «Advanced Cockpit for Reduction of Stress and workload» – in etwa «Zukunftsweisendes Cockpit zur Reduktion von Stress und Arbeitsbelastung». Hinter der sperrigen Bezeichnung steckt eine Arbeitsgemeinschaft der EU-Kommission bestehend aus 35 Teilnehmern, zu denen auch Airbus, Boeing, Dassault oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder die Luftfahrt-Zulieferer Thales und Continental sowie die Technische Universität Braunschweig und das Trinity College in Dublin gehören. Sie wollen gemeinsam erforschen, ob es möglich sein kann, zivile Flieger mit nur einem Piloten im Cockpit zu betreiben.

Mit dem Projekt wollen die Partner zwei verschiedenen Herausforderungen begegnen: Zum einen sind die Crews ein nur limitiert zu beeinflussender Faktor in der Luftfahrtsicherheit. Oft ist menschliches Versagen zumindest zum Teil ein Grund für tödliche Unfälle. Andererseits wollen Airlines auch die Personalkosten verringern. Das könnte eben zum Beispiel auch zur Folge haben, dass weniger Piloten im Cockpit mitfliegen. Doch genau das war bisher eine essenzielle Absicherung gegen Pilotenfehler: Der eine überwacht den anderen.

Einen Piloten ersetzen

Nun sucht das Across-Projekt nach Möglichkeiten, einen der Piloten durch automatisierte Systeme zu ersetzen, die genau dieselben Aufgaben übernehmen können wie bis anhin die Piloten aus Fleisch und Blut. Von Across heißt es, dass die Herausforderung bei der Forschung sei, die Technik so weit zu bringen, dass sie in kritischen Situationen wie schlechtem Wetter oder Instrumentenausfall genauso wertvolle Hilfe leiste wie ein menschlicher Nebensitzer. Und selbst wenn diese Schwierigkeiten gelöst sein sollten – unklar bleibt, ob sie der Passagier akzeptieren würde.

Mehr zum Thema

Peter Glade, Chief Commercial Officer TUI Airline

«Zwischen Cockpitmagie und Klapptisch-Manöver – unterwegs im Flieger»

ticker-faa

USA geben Airlines ein Jahr mehr Zeit für Einführung von zweiter Cockpitschranke

Blick aus dem Cockpit: Das Herz des Flugzeuges soll besser geschützt werden.

Pilotinnen und Piloten wollen mehr Schutz – Airlines mehr Zeit

Patrick Heinrich, Pilot Aero-Dienst und Founder SkyEQ

«Zwischen Cockpit und Codezeilen – ein Pilot mit Leidenschaft und einer App»

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack