Pilotin und Kopilotin: Bald alleine unterwegs.

Fliegen ohne Kopilot?

Die Luftfahrtbranche will das Fliegen sicherer und billiger machen. Daher überlegt sie sich nun, den zweiten Mann im Cockpit abzuschaffen.

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Es sind durchaus große Namen, die sich an der Initiative «Across» beteiligen. Die Abkürzung steht für «Advanced Cockpit for Reduction of Stress and workload» – in etwa «Zukunftsweisendes Cockpit zur Reduktion von Stress und Arbeitsbelastung». Hinter der sperrigen Bezeichnung steckt eine Arbeitsgemeinschaft der EU-Kommission bestehend aus 35 Teilnehmern, zu denen auch Airbus, Boeing, Dassault oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder die Luftfahrt-Zulieferer Thales und Continental sowie die Technische Universität Braunschweig und das Trinity College in Dublin gehören. Sie wollen gemeinsam erforschen, ob es möglich sein kann, zivile Flieger mit nur einem Piloten im Cockpit zu betreiben.

Mit dem Projekt wollen die Partner zwei verschiedenen Herausforderungen begegnen: Zum einen sind die Crews ein nur limitiert zu beeinflussender Faktor in der Luftfahrtsicherheit. Oft ist menschliches Versagen zumindest zum Teil ein Grund für tödliche Unfälle. Andererseits wollen Airlines auch die Personalkosten verringern. Das könnte eben zum Beispiel auch zur Folge haben, dass weniger Piloten im Cockpit mitfliegen. Doch genau das war bisher eine essenzielle Absicherung gegen Pilotenfehler: Der eine überwacht den anderen.

Einen Piloten ersetzen

Nun sucht das Across-Projekt nach Möglichkeiten, einen der Piloten durch automatisierte Systeme zu ersetzen, die genau dieselben Aufgaben übernehmen können wie bis anhin die Piloten aus Fleisch und Blut. Von Across heißt es, dass die Herausforderung bei der Forschung sei, die Technik so weit zu bringen, dass sie in kritischen Situationen wie schlechtem Wetter oder Instrumentenausfall genauso wertvolle Hilfe leiste wie ein menschlicher Nebensitzer. Und selbst wenn diese Schwierigkeiten gelöst sein sollten – unklar bleibt, ob sie der Passagier akzeptieren würde.

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