Blick aus dem Cockpit: Fliegen ist ein Traumberuf für viele, aber die Bedingungen sind nicht überall fair.

LuftfahrtbrancheAcht EU-Länder drängen auf minimale Standards im Arbeitsrecht

Nicht alle Piloten und Flugbegleiter haben einen normalen Arbeitsvertrag und faire Löhne. Das wollen Österreich und sieben weitere EU-Staaten jetzt ändern.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die technischen Standards in der Luftfahrt sind weltweit einheitlich. Es ist ein Sonderfall in einer Welt voller unterschiedlicher Vorschriften. Das spart Kosten, erhöht die Sicherheit und schafft faire Wettbewerbsbedingungen. Völlig konträr ist das Bild im Arbeits- und Steuerrecht. Da herrscht globale Vielfalt und man kann den Wettbewerb da durchaus verzerrt nennen.

Neben ganz normalen Arbeitsverhältnissen findet man in der Luftfahrt Dutzende von Modellen, wie Piloten und Flugbegleiter beschäftigt werden können. Es gibt Anstellungen über Arbeitsagenturen, Leiharbeitsverträge, Arbeit auf Abruf (Zero-Hour-Verträge), Scheinselbstständigkeit oder Pay-to-Fly-Systeme, bei denen besonders junge Kopiloten nicht für ihre Arbeit bezahlt werden, sondern dafür zahlen müssen, weil sie so auf genügend Stunden kommen.

Faire Luftverkehrswirtschaft

Diese Vielfalt stellt nicht nur Fluglinien vor Probleme, sondern auch das Personal und die Behörden. So beim Arbeitnehmerschutz, in der Frage des anwendbaren Rechts sowie der Durchsetzung von Vorschriften auf nationaler Ebene. Während der EU-Präsidentschaft Österreichs im Jahr 2018 wurde eine sogenannte Ministerratsdeklaration erarbeitet, mit dem Ziel, rechtliche Unklarheiten zu beseitigen und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Mindeststandards zu erreichen.

Das seien Grundvoraussetzungen für Sozialstandards und faire Wettbewerbsbedingungen in der Luftfahrt, heißt es in dem dafür erarbeiteten Papier mit dem Titel «The Social Agenda in Aviation - Towards Socially Responsible Connecitivity». Österreich hat diese Initiative jetzt überarbeitet. Im Rahmen einer informellen Videokonferenz der Verkehrsminister wurde sie von Staatssekretär Magnus Brunner vorgestellt. Die EU-Kommission wurde aufgerufen, sich dem Thema einer fairen und resilienten Luftverkehrswirtschaft in Europa verstärkt anzunehmen.

Es gibt keinen Zeitplan

Österreich ist nicht alleine. Unterstützt wird das Anliegen auch von Belgien, Dänemark, Italien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Portugal. Aus österreichischer Sicht sei der Vorstoß ein erster Schritt, man wolle jetzt weitere Länder ins Boot holen. Einen Zeitplan gebe es nicht, heißt es in Wien. Es bleibt also abzuwarten, ob diese Initiative im Dickicht der unterschiedlichen nationalen Interessen versandet, oder ob sie der Anstoß war, damit die langsam mahlenden EU-Mühlen sich in Bewegung setzen.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Lauda: Jets werden bereits verlegt.

Dicke Luft bei Lauda

Turkish-Airlines-Jet: Kaum noch ausländische Crews an Bord.

Ausländische Piloten machen Turkish Airlines schwere Vorwürfe

Norwegian-Jet: Bald vielleicht bei IAG?

Norwegian Air International erhält US-Lizenz

ticker-oesterreich

Rekordsommer: Österreichs Flughäfen mit 27,7 Millionen Passagieren

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack