Visualisiert: So lief die Beinahe-Katastrophe ab.

Air CanadaA320 war Katastrophe noch näher, als gedacht

Ein Air-Canada-Pilot hätte seinen Airbus A320 in San Francisco fast in mehrere wartende Flugzeuge gesteuert. Dabei kam er den Maschinen noch näher als bisher bekannt.

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Am 7. Juli steuerte ein Pilot von Air Canada beim Anflug auf den Flughafen San Francisco statt der Landebahn den Rollweg an. Dort warteten vier frisch betankte Flieger auf den Start. Als die Fluglotsen dem Airbus A320 befahlen durchzustarten, raste er über die anderen Flugzeuge hinweg und entging nur knapp einer Katastrophe.

Zunächst hieß es, die Air-Canada-Maschine sei rund 30 Meter über den anderen Flugzeugen hergeflogen. Dann erklärten die Behörden, der A320 sei bereits auf eine Flughöhe von unter 30 Metern gesunken. Neue Daten, welche die Zeitung Mercury News veröffentlicht hat, zeigen nun: Es war noch knapper. Demnach lagen zwischen dem Air-Canada-Airbus und der ersten United-Airlines-Maschine auf der Rollbahn rund 21 Meter. Danach sank das Flugzeug aber noch weiter.

Nur noch acht Meter Höhenunterschied

Von der zweiten Maschine auf der Rollbahn, einem voll besetzten Flugzeug von Philippine Airlines, hatte der Air-Canada-Flieger nur noch etwas mehr als 15 Meter Abstand. An dieser Stelle bekam der Pilot von den Lotsen den Befehl zum Durchstarten. Doch es ging weiter nach unten - weil der Jet einen Moment braucht, um die Trägheit zu überwinden und dann zu steigen.

Den tiefsten Punkt erreichte der Airbus, als er auf die dritte Maschine zuraste. Er war zu diesem Zeitpunkt nur noch etwas mehr als 24 Meter vom Boden entfernt. Der Höhenunterschied zu der vor ihm liegenden United-Airlines-Maschine betrug lediglich knapp acht Meter. Dann begann der Steigflug, so dass das Air-Canada-Flugzeug wieder einen Abstand von gut 36 Metern zu dem anderen Flieger hatte, als er direkt über ihn flog.

Fünf Sekunden entfernt vom Desaster

Ein Pilot, der die Beinahe-Katastrophe gesehen hat, sagte der Zeitung, hätte der Air-Canada-Pilot fünf Sekunden später hochgezogen, wäre er wohl mit dem United-Airlines-Flugzeug am Boden kollidiert. Doch dazu kam es zum Glück nicht. Nach dem Durchstarten landete der aus Toronto kommende Flieger mit 135 Passagieren und sechs Crewmitgliedern sicher. Es gab keine Verletzten. Die Behörden untersuchen den Vorfall.

In der Animation oben sehen Sie, wie das Ganze vor sich ging - inklusive Funksprüche.

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