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Sechs Flugzeuge im Winter

Norwegian zieht sich ins Inland zurück

Nachdem der Staat finanzielle Hilfe verweigert hat, fährt die Billigairline ihren Betrieb im Winter zurück. Mit nur noch sechs Fliegern bedient Norwegian nur noch Inlandsziele.

Norwegian

Boeing 737 von Norwegian: Im Winter nur noch in Norwegen unterwegs.

140 Flugzeuge zählt die Flotte von Norwegian Air Shuttle. Im Sommer waren davon nur 25 im Einsatz, inzwischen sind es nur noch 21. Und bald werden es noch weniger sein. Man werde über den Winter nur sechs Flieger betreiben, erklärte am Dienstag (10. November) Vorstandsvorsitzender Jacob Schram. Man reagiere darauf auf die Ankündigung der Regierung, der Fluggesellschaft nicht erneut finanzielle Unterstützung zu gewähren.

Schon nachdem bekannt geworden war, dass die Regierung Norwegian nicht helfen will, hatte Schram davor gewarnt, dass man eine Insolvenz nicht mehr ausschließen könne. Man habe jedoch Ideen, wie man überleben könne. Das bekräftigte er am Dienstag. Während man an Lösungen arbeitet, um zu überleben, müsse man aber die laufenden Kosten auf ein Minimum beschränken, so der Chef der Billigairline.

Nur noch zwölf Inlandsstrecken

Mit den sechs Fliegern wird Norwegian einen Minimalflugplan anbieten. Bedient werden nur noch elf Strecken ab Oslo (Alta, Bergen, Bodø, Evenes, Haugesund, Kirkenes, Molde, Stavanger, Tromsø, Trondheim und Ålesund) sowie eine ab Tromsø (Longyearbyen). Neben der fehlenden staatlichen Hilfe macht Schram auch das allgemeine Umfeld mit Quarantäneregimes für die Maßnahme verantwortlich.

Die Flottenreduzierung hat auch Folgen für die Beschäftigung. Norwegian beurlaubt weitere 1600 Angestellte. Damit arbeiten im Winter nur noch 600 Menschen für die Fluggesellschaft, die einst 10.000 Angestellte zählte. Im dritten Quartal hat die Airline einen Verlust von 980 norwegischen Millionen Kronen oder umgerechnet 92 Millionen Euro eingeflogen.



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