Der Radar erfasst die Wetterlage dreidimensional.

Sparen mit dem 3-D-Radar

Ein neuer Radar soll Piloten ermöglichen, gefährliche Wetterlagen besser zu erkennen. Das hilft bei der Routenplanung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Turbulenzen sind zwar in den allermeisten Fällen nicht gefährlich - aber eben doch für viele ziemlich unangenehm. Und zumindest bei extremen Ausprägungen, die oft unvorhergesehen aufkommen, können Passagiere oder Crew sich verletzen, wenn sie nicht richtig gesichert sind. Mehrere Hundert Millionen Dollar kosten durch schlechtes Wetter ausgelöste Zwischenfälle die Branche jährlich. Und damit nicht genug: Verspätungen oder Flugausfälle durch schlechtes Wetter sorgen zusätzlich für Kosten. Grund genug zu versuchen, die Wetterbedingungen auf der Flugroute etwas vorhersehbarer zu machen.

Ein Radar, den das Unternehmen Honeywell entwickelte, soll durch eine bisher einzigartige Technik die Kosten senken. Statt wie bisher einen zweidimensionalen Radar zu nutzen, scannt der Wetterradar Intuvue dreidimensional. Das soll, so Honeywell, den Piloten ein weit vorausschauenderes Fliegen ermöglichen. Bis zu 70 Meilen vor einer Front können sie so erkennen, was sie erwartet. Etwa, wo im Falle eines Sturms das Auge ist. So könne man die Routen effizienter planen. Verspätungen oder gar Ausfälle würden sich durch das System deutlich reduziert Tests von Honeywell haben laut dem Unternehmen ergeben, dass sich die Entscheidungsfindung bei Piloten durch das neue System um 26 Prozent verbessert. Außerdem reduziere sich die Arbeitsbelastung.

3-D-Modell der Umgebung

Der Radar scannt die Umgebung vor dem Flugzeug bis zu einer Höhe von 60'000 Fuß (rund 18,3 Kilometern). Aus dem eingesammelten Bildmaterial erstellt er ein dreidimensionales Modell. So lässt sich auch erkennen, in welchen Unwettern Blitze zu erwarten sind. Turbulenzen lassen sich so von weiter weg vorhersehen. Bisherige Systeme erfassen nur einen zweidimensionalen Ausschnitt der Umgebung. So kommt es manchmal dazu, dass Flieger fälschlicherweise umkehren, weil ein Objekt etwa am Boden als ein Wetterelement angesehen wird.

Das soll mit dem neuen Radar nicht mehr passieren. Die Zahl dieser falschen Alarme verringert sich laut Honeywell um 15 Prozent. Im Einsatz ist der Radar schon bei vielen Fluggesellschaften weltweit. So nutzen etwa Turkish, Singapore oder Air Canada die Technik. Im Airbus-A380 und im neuen A350, der noch nicht auf dem Markt ist, gehört der Radar zur Standardausstattung.

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Singapore Airlines: Das Wetterradar funktionierte nicht.

Menschen flogen durch die Kabine – weil das Wetterradar nicht funktionierte

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair muss nach Turbulenzen umkehren - medizinische Versorgung für Fluggäste nötig

Cockpit eines Airbus A350 von Emirates: Turbulenzen fordern die Luftfahrt heraus.

Künstliche Intelligenz und Daten helfen Emirates, schwere Turbulenzen zu reduzieren

Flugzeuge in der Luft: Turbulenzen nehmen weiter zu.

Isländischer Forscher entwickelt präzisestes Modell zur Vorhersage von Turbulenzen

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies