ForschungZweite Gulfstream G550 geht auf Hurrikan-Jagd

Die US-Behörde für die Erforschung von Tornados erweitert die Flotte. Eine zweite Gulfstream G550 soll ab 2028 die Forschung und Vorhersage von Hurrikanen verbessern.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

In den deutschen Kinos ist am 17. Juli der Film Twisters gestartet. Es ist die Fortsetzung von Twister aus dem Jahr 1996. In beiden Filmen geht eine Horde Menschen auf Tornadojagd. Mal im Sinn der Wissenschaft, mal um als Social-Media-Star reich zu werden. Tornadojäger gibt es wirklich. In den USA ist das tatsächlich ein Hobby.

Aber natürlich widmet sich auch die Wissenschaft intensiv der Erforschung von Wirbelstürmen. Die National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA ist eine wissenschaftliche Behörde, die sich der Beobachtung und Vorhersage von Wetter- und Ozeanbedingungen, der Erforschung der Meere und der Atmosphäre sowie dem Schutz der Umwelt widmet.

Zweite Gulfstream für Tornado-Jäger

Die NOAA betreibt eine eigene Abteilung für Wirbelstürme: die Hurrican Hunters. Die Gruppe erforscht, überwacht und entwickelt Voraussagen für Hurrikane und andere tropische Wirbelstürme. Die Hurricane Hunters haben eine eigene Flugzeugflotte. Jedes Flugzeug ist mit einer speziellen Ausrüstung konfiguriert, um die Anforderungen der verschiedenen Missionen zu erfüllen.

Und die Flotte wächst. Kürzlich hat die NOAA mitgeteilt, eine zweite G550 bei Hersteller Gulfstream gekauft zu haben. Dabei handelt es sich um eine speziell modifizierte Version des Jets. Der Deal hat einen Wert von 106 Millionen US-Dollar. Das Flugzeug soll voraussichtlich 2028 ausgeliefert werden.

Turboprops für das Herz der Stürme

Die erste G550 hatte die Behörde 2019 gekauft, sie wartet allerdings immer noch auf die Auslieferung. Aktuell soll es im kommenden Jahr soweit sein. Die Jets wollen die Hurrican Hunters nutzen, um in größeren Höhen über und um die Stürme herumzufliegen. Dabei sammeln sie Daten, die für die Vorhersage der Sturmwege und -intensitäten von großer Bedeutung sind. Bis die neuen Jets kommen, übernimmt derzeit noch eine Gulfstream GIV-SP die Aufgaben.

Neben den Jets gehören auch WP-3D Orion zur Flotte. Diese viermotorigen Turboprops sind besonders robust: Die Wissenschaftler können mit den Flugzeugen direkt in die stärksten Bereiche der Wirbelstürme vorstoßen.Dort sammeln sie entscheidende Daten wie Windgeschwindigkeiten, Luftdruck, Temperatur und Feuchtigkeit.

King Air zur Unterstützung

Zusätzlich umfasst die Flotte kleinere Flugzeuge wie die De Havilland DHC-6-300 und eine Beechcraft King Air 350. Diese Flugzeuge werden für vielfältige Unterstützungs- und Forschungsaufgaben eingesetzt, von der Messung atmosphärischer Parameter bis zur Unterstützung bei Notfalloperationen.

Die Flugzeuge der Hurricane Hunters sind auf der MacDill Air Force Base in Tampa, Florida, stationiert, von wo aus sie ihre Missionen in den Atlantik, den Golf von Mexiko und das Karibische Meer starten, um Hurrikane und tropische Stürme zu überwachen und zu erforschen.

Mehr zum Thema

Flugzeug fliegt ins Auge von Hurrikan Laura

Flugzeug fliegt ins Auge von Hurrikan Laura

Karibik: Die Hurrikan-Saison erstreckt sich von Anfang Juni bis Ende November. Zwar treten dabei nicht immer so starke Stürme auf wie in diesem Jahr, sie sind aber in diesen sechs Monaten am wahrscheinlichsten. Betroffen sind Staaten wie Kuba, Puerto Rico oder auch die Dominikanische Republik. Ebenso ist an der Karibik-Küste Mexikos und in Florida verstärkt mit Hurrikans zu rechnen.

Wann und wo man mit Stürmen rechnen muss

Turbulenzen-Visualisierung der Nasa: In den kommenden Jahren dürften die Flüge wackeliger werden.

Was passiert eigentlich bei Turbulenzen?

hurrikan erin noaa

«Als Hurrikan Erin zu einem Sturm der Kategorie 5 wurde, waren wir dabei»

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack