Beladung einer Boeing 747 von Air Bridge Cargo: Bald wieder möglich?

Russische FrachtairlineZieht Air Bridge Cargo mithilfe von Etihad nach Abu Dhabi um?

Die russische Frachtairline kann ihre Boeing 747 nicht mehr einsetzen. Jetzt prüft Air Bridge Cargo, ihre Basis nach Abu Dhabi zu verlegen und die Boeing 747 mithilfe von Etihad zu betreiben.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Geschäft ist Air Bridge Cargo weggebrochen. Denn wegen der westlichen Sanktionen kann die russische Frachtairline ihre Boeing 747 nicht mehr einsetzen. Überlebt hat sie bisher nur, weil die Regierung in Moskau der Muttergesellschaft Volga-Dnepr mit einem großen staatlichen Auftrag hilft.

Doch im Hintergrund sucht das Management von Air Bridge Cargo offenbar nach einer Lösung. Gemäß einem Bericht des Magazins The Loadstars laufen seit einigen Wochen Gespräche mit Etihad Cargo. Die Idee ist es offenbar, dass die vier Boeing 747-400 F und zwölf 747-8 F aufs Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: AOC) der Fluggesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emirate zu übertragen. Zugleich sollen die Besatzungsmitglieder nach Abu Dhabi ziehen.

Etihad wird bald entscheiden

Dadurch könnte Air Bridge Cargo den Betrieb wieder aufnehmen und auch wieder Flüge nach Europa und Nordamerika anbieten. Geplant ist dabei gemäß The Loadstar, dass die zehn geleasten Boeing 747, die mehrheitlich in Russland stehen, den Leasinggesellschaften abgekauft werden. Dadurch könnten sie legalisiert und die Beziehungen zu den Leasingfirmen normalisiert werden.

Eine Idee ist auch, für die übernommenen Boeing 747 eine neue Tochter in Abu Dhabi zu gründen. Eine Entscheidung könnte gemäß dem Bericht schon bald fallen. «Im Rahmen unserer normalen Geschäftstätigkeit prüfen wir kontinuierlich potenzielle Geschäftsmöglichkeiten», erklärt ein Sprecher von Etihad gegenüber aeroTELEGRAPH.

Politisch heikel

Doch der Deal ist politisch heikel. Denn die Vereinigten Arabischen Emirate versuchen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine einen Balanceakt. Auf der einen Seite wollen sie Moskau nicht verärgern, da viele Russinnen und Russen sich im Land niedergelassen und Unternehmen aufgebaut haben. Zugleich wollen sie aber den langjährigen westlichen partner USA nicht verärgern.

Und so stimmten die Vereinigten Arabischen Emirate zwar im März für eine Uno-Resolution, in der die Invasion «bedauert» und der sofortige und vollständige Abzug aller russischen Streitkräfte aus dem ukrainischen Hoheitsgebiet gefordert wird. Im April enthielten sie sich jedoch der Stimme, als es darum ging, Russland vom Uno-Menschenrechtsrat auszuschließen.

Mehr zum Thema

Ilyushin Il-76 von Volga-Dnepr: Als eines der wenigen Flugzeuge der Gruppe noch im Einsatz.

Moskau rettet Volga-Dnepr mit Großauftrag

Flug RU675 und eine Boeing 747 von Air Bridge Cargo: Merkwürdiger Umweg.

So versucht Air Bridge Cargo den rätselhaften Umweg zu erklären

Boeing 777 von Air Bridge Cargo: Größter zweistrahliger Frachter der Welt.

Air Bridge Cargo holt brandneue Boeing 777 F aus der Wüste

Boeing 777 von Nordwind Airlines: Fliegt eher leer nach Nordkorea.

Flüge von Moskau nach Pjöngjang bleiben praktisch leer

Video

Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil