Zeitfracht-Chef Simon-Schröter und German-Airways-Jet: Mann mit neuem Nebenjob.

FußballclubZeitfracht-Chef soll Hertha BSC auf Kurs bringen

Neben Investor 777 Partners gibt es bei Hertha BSC nun noch jemanden, der mit Luftfahrt zu tun. Zeitfracht-Chef Wolfram Simon-Schröter leitet die Sanierung des Clubs.

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Seit vergangenem November steckt im Berliner Fußballclub Hertha BSC ein Stück Luftfahrt. Damals übernahm das Finanzunternehmen 777 Partners aus Miami die Mehrheit an der Profifußballabteilung des damaligen Bundesligisten aus der deutschen Hauptstadt. 777 Partners ist unter anderem an den Fluglinien Flair aus Kanada und Bonza aus Australien beteiligt und kauft im großen Stil Boeing 737 Max, die sie an ihre Beteiligungen verleast.

Hertha BSC ist mittlerweile abgestiegen und peilt als Zweitligist nicht nur den Wiederaufstieg, sondern auch eine finanzielle Sanierung an. Und dabei soll ein Mann helfen, der ebenfalls in der Luftfahrt aktiv ist: Zeitfracht-Chef Wolfram Simon-Schröter, zu dessen Firmengruppe unter anderem German Airways und der Flughafen Rostock gehören.

«Riesenchance für uns»

Wie das Magazin Capital berichtet, leitet Simon-Schröter schon seit einigen Monaten einen internen Sanierungsstab von Hertha BSC - im Nebenjob. «Wolfram Simon-Schröter hat schon viele Unternehmen erfolgreich restrukturiert und saniert», sagt Herthas Geschäftsführer Thomas Herrich. «Das ist eine Riesenchance für uns.»

Simon-Schröter, der selbst Hertha-Mitglied ist, bekommt nach eigenen Angaben nur eine Aufwandsentschädigung für entstandene Kosten. Bisher sei es vor allem darum gegangen, Verträge und Kosten zu analysieren, neue Erlösquellen zu finden und Gespräche mit Banken und Partnern zu führen, so Simon-Schröter. Ziel sei es, bei einem Wiederaufstieg sagen zu können: «Wir können uns die Bundesliga auch wirtschaftlich wieder leisten.»

Einst Union-Berlin-Flieger

Was den Hertha-Fans nicht gefallen dürfte: Direkt vor Beginn der Corona-Pandemie trug eine De Havilland Canada Dash 8-400 von Simon-Schröters German Airways für einige Monate eine Spezialbeklebung - von Herthas Rivale Union Berlin.

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