Boeing B737-800 von XL Airways Germany: Keine Flüge mehr.

XL Airways ist insolvent

Aus dem geplanten Winterschlaf wird die ewige Ruhe. Die deutsche Charterfluggesellschaft meldete still und leise Insolvenz an.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auf der Internetseite der Fluglinie herrscht noch immer Normalbetrieb. «XL Airways Germany fliegt Sie sicher und komfortabel im Auftrag namhafter Reiseveranstalter von allen großen Flughäfen Deutschlands in die verschiedensten Regionen des Mittelmeeres und bringt Sie entspannt wieder nach Hause», steht da zu lesen. Dabei ist inzwischen klar, dass so rasch niemand mehr mit der deutschen Charterairline fliegen wird. Denn Geschäftsführer Bertolt Flick meldete für sein Unternehmen mit Sitz im hessischen Mörfelden-Walldorf am Donnerstag (27. Dezember) Insolvenz an. Das Verfahren läuft beim Amtsgericht Darmstadt unter dem Aktenzeichen 9 IN 1090/12. Die Richter setzten umgehend einen vorläufigen Insolvenzverwalter ein.

Es ist an sich keine überraschende Wendung. XL Airways Germany war seit längerem angeschlagen. So sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11 (neuere Zahlen sind noch nicht verfügbar) um fünf Prozent auf 88,9 Millionen Euro. Unter dem Strich verblieb damals ein hoher Verlust von 3,5 Millionen, nachdem auch im Vorjahr nur ganz knapp schwarze Zahlen resultiert hatten. 2012 dürfte sich die Situation angesichts weiter hoher Kerosinpreise und flauer Konjunktur kaum gebessert haben. Doch der Zeitpunkt des Insolvenzantrags ist bemerkenswert. Denn vor zehn Tagen meldete das Management, es lasse das Air Operator Certificate «vorläufig ruhen» und überlasse Hamburg Airways die Durchführung des Winterflugprogramms. Eine weiterreichende Kooperation sei möglich.

Schweizerisch-amerikanische Eigentümer

XL Airways Germany betreibt eine Flotte von fünf Boeing B737-800 und flog damit unter anderem für Condor oder Öger Tours. Die Fluglinie wurde 2006 von der isländischen Finanzgruppe Eimskipafélag Íslands gegründet. Nach der Wirtschaftskrise auf der Insel wurde sie im Dezember 2011 an das schweizerisch-amerikanische Investmenthaus Beachside Capital verkauft. Dieses hält heute neben XL Airways Germany auch XL Airways France. Die Fluggesellschaften werden über die Luxemburger Holding X Air Aviation kontrolliert. Im Februar 2012 erst war Bertolt Flick zum neuen Geschäftsführer ernannt worden, der zuvor bei Air Baltic für einigen Tumult gesorgt hatte. Doch offensichtlich konnte er das Blatt beim Charteranbieter nicht mehr wenden.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin