Airbus A321 von Wizz Air: Niederlage in Norwegen

InlandsroutenWizz Air muss in Norwegen klein beigeben

Vor sieben Monaten startete die Billigairline Inlandsrouten in Norwegen. Jetzt zieht sich Wizz Air schon wieder aus dem Markt zurück - auch weil es Widerstand von der Politik gab.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Normalerweise begrüßen Regierungschefs neue Unternehmen im Lande mit offenen Armen. Erna Solberg tat das Gegenteil. «Ich werde nicht mit einem Unternehmen fliegen, das seinen Angestellten das Recht verweigert, sich zu organisieren», erklärte die norwegische Premierministerin vergangenen Oktober. Kurz zuvor hatte Wizz Air angekündigt, in Norwegen zu expandieren.

Insbesondere startete Wizz Air auch Inlandsrouten. Die ungarische Billigairline flog vier Mal täglich von Oslo nach Bergen und Tromsø sowie zwei Mal pro Tag nach Trondheim. Damit machte sie Norwegian und SAS direkt Konkurrenz. Ein Unterschied bestand aber: Wizz lässt explizit keine Gewerkschaften zu.

Gegenwind aus der Politik

Das sorgte in Norwegen für heftigen Gegenwind. Die Fluggesellschaft werde Probleme haben, ihr Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten, wenn sie in Norwegen ausbaue, erklärte Verkehrsminister Knut Arild Hareide im November im nationalen Parlament. Diese Warnung beziehe sich speziell auf die Inlandsflüge. Für diese müsse Wizz die norwegischen Gesetze einhalten.

Nun zieht sich Wizz Air wieder aus dem Markt zurück. Die Billigairline fliegt Norwegen zwar weiterhin an, die Inlandsrouten aber gibt sie auf. Ab dem 14. Juni finden die Flüge zwischen Oslo, Bergen, Tromsø und Trondheim nicht mehr statt.

«Protektionistische Interessengruppen»

Die letzten sieben Monate hätten gezeigt, dass es «finanziell nicht tragbar ist, Kapazitäten nach Norwegen auf kommerzieller Basis zu verlagern, wenn alle anderen Fluggesellschaften Unterstützung erhalten und daher nicht zu Marktbedingungen operieren», erklärte ein Sprecher von Wizz gegenüber dem Portal E24. «Protektionistische Interessengruppen» verzerrten den Wettbewerb.

Der Abzug aus Norwegen ist für Wizz Air konsequent. Chef Jozsef Varadi sagte im Interview mit aeroTELEGRAPH: «Gewerkschaften zerstören das Geschäft. Wenn die Gewerkschaften versuchen, uns zu erwischen, dann schließen wir einfach die Basis und ziehen weiter. Das ist das Schöne bei einer Airline, die so flexibel ist wie unsere: Wir können einfach unsere Flugzeuge zu einem anderen Flughafen verlegen».

Mehr zum Thema

Flugbegleiterin von Wizz Air: Die Airline startet in Norwegen.

Wizz Air greift SAS und Norwegian mit Inlandsflügen an

Andreas Bierwirth: «ür jede Netzwerk-Airline eine existentielle, brutale Herausforderung».

«Easyjet, Ryanair und Wizz Air werden gestärkt aus der Krise kommen»

Wizz-Air-Chef József Váradi: Geht bewusst ins Risiko.

«Dann schließen wir die Basis und ziehen weiter»

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin