Carsten Spohr vs. József Váradi: Argumente und Gegenargumente.

Replik an Carsten SpohrWizz-Air-Chef: Business Class ist das Klimaproblem

Wizz-Air-Chef József Váradi kontert Angriffe von Lufthansa-Chef Carsten Spohr: Nicht Billigairlines sorgten für mehr Treibhausgasemissionen, sondern klassische Airlines mit ihrer Business Class.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es war im Sommer ein Mantra von Carsten Spohr. Ticketpreise von unter zehn Euro pro Strecke seien «ökonomisch, ökologisch und auch politisch unverantwortlich», wiederholte der Lufthansa-Chef immer wieder, zuerst an der Hauptversammlung und danach an verschiedenen Anlässen und in verschiedenen Interviews. Er attackierte damit die Billigairlines. Sie förderten unnötige Reisen und damit das Klimaproblem.

Jetzt kontert einer der Angesprochenen. Spohr erzähle «völligen Blödsinn», sagte Wizz-Air-Chef József Váradi in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Es seien nicht die Billigairlines, die der Umwelt schadeten, sondern die klassischen Netzwerkairlines. Lufthansa, British Airways, Air France, KLM und Co. hingen einem antiquierten Modell nach.

Wer bringt die Branche in Verruf?

Das Geschäft der klassischen Fluglinien basiere darauf, möglichst viele Business-Class-Passagiere in schweren Sitzen zu befördern und Umsteigeflüge anzubieten. Beides fördere Emissionen von Treibhausgasen. Engere Bestuhlungen und Nonstopverbindungen seien viel ökologischer, so Váradi.

Damit nicht genug. Billigairlines hätten auch jüngere Flotten, mit geringerem Treibstoffverbrauch. Wizz Air stoße 50 Gramm CO2 pro Passagier und Kilometer aus, bei Netzwerkairlines seien es 90, sagte Váradi. Die Netzwerkairlines seien es deshalb, welche die Branche in Verruf brächten, nicht die Billiganbieter.

Harte Konkurrenten

Die Lufthansa-Gruppe und Wizz sind vor allem in Wien harte Konkurrenten. Wizz Air setzt dort Lufthansa-Tochter Austrian Airlines arg unter Druck, zusammen mit anderen Billiganbietern wie Lauda oder Level. Die Folge sind Verluste bei der Nationalairline und ein Sparprogramm.

Mehr zum Thema

Kabine von United Airlines: Die Airline überklebt die Kameras.

Daten sollen Fliegen weniger klimaschädlich machen

József Váradi: «Was auf Powerpoint gut aussieht, ist in der Praxis oft nicht so gut.»

«Es wird für Lufthansa sogar härter»

Jet auf dem Weg nach London: Vielflieger sollen in Großbritannien mehr zahlen.

Großbritannien diskutiert Vielflieger-Steuer

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg