Bashar Al-Assad: Kauft versteckt die Nationalairline.

PrivatisierungsfarceWie sich Syriens Herrscherfamilie die Luftfahrt des Landes einverleibte

Die Nationalairline Syriens wurde privatisiert. Doch so wirklich unabhängig wird Syrian Airlines dadurch nicht. Denn die Käufer sind Diktator Bashar al-Assad und seine Frau - über eine Tarnfirma.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Pilatus Logo

Junior Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Eine Privatisierung ist eigentlich dazu da, ein Unternehmen unabhängiger vom Staat zu machen. Das, was gerade in der syrischen Luftfahrt passiert, ist eher das Gegenteil. Diktator Bashar Al Assad übernimmt gemeinsam mit seiner Frau verschiedene Unternehmen im Luftfahrtsektor, wie die Zeitung Enab Albadi aufdeckte.

Im Zentrum steht eine Firma mit dem Namen Eloma. Die hatte bereits vergangenes Jahr 49 Prozent der Anteile am Flughafen Damaskus gekauft, 51 Prozent verblieben bei der staatlichen Syrian Airlines. Doch inzwischen ist auch die Nationalairline auf dem Weg der Privatisierung. Und laut einem aktuellen Bericht von Enab Albadi übernimmt dort ebenfalls Eloma das Sagen.

Flüge nach 12 Jahren Pause

Nach zwölf Jahren Pause hatte Syrian Airlines erst am 10. Juli wieder regelmäßige Flüge aufgenommen. Dank des Einstiegs des privaten Eigentümers soll die Flotte wachsen, das Personal mehr Gehalt erhalten und das Streckennetz erweitert werden. Zudem ist geplant, reparaturbedürftige Flugzeuge wieder flugtüchtig zu machen.

Das klingt eigentlich alles gut. Doch aufhorchen lässt die Eigentümerstruktur der Firma Eloma. Denn sie gehört niemand geringerem als Syriens Präsident Bashar al-Assad und seiner Frau Alma. Durch den Einstieg hat sich das Herrscherpaar sich also die Kontrolle über die wichtigsten Luftfahrtunternehmen des Landes gesichert.

Fake-Privatisierung

Ob es sich also wirklich um eine Privatisierung handelt, ist fraglich. Jedenfalls ist der Aufbau von Firmen wie Eloma bereits seit einigen Jahren ein Weg, wie das syrische Regime versucht, Sanktionen zu umgehen. Denn durch die Verschleierung der Eigentumsstruktur von Unternehmen erschwert es ausländischen Mächten, wirksame Sanktionen gegen den inneren Kreis der Regierung zu verhängen.

Auf der Webseite von Syrian Airlines ist der neue Eigentümer jedenfalls bereits präsent. Besucher sehen als erstes ein Foto des Diktators al-Assad, wie er aus einem Flugzeug der Airline steigt.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Cham Wings: Die Flotte bekam Zuwachs.

Airbus A320 aus mysteriöser Karawane nach Minsk fliegt jetzt in Syrien

Auch Emirates schickt Hilfe Richtung Türkei und Syrien

Auch Emirates schickt Hilfe Richtung Türkei und Syrien

Qatar-Flieger: Weil sie anders fliegen, gibt es im Iran mehr zu tun.

Airlines reagieren auf Stopp von Einreisebann

Der erste Flug von Leav nach Damaskus: Wurde dort mit Wassersalut begrüßt.

Zahl der Flugverbindungen von Deutschland nach Syrien steigt - aber Eurowings winkt vorerst ab

Video

erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin