Große Teile des Luftraums im Nahen Osten bleiben gesperrt. Das stellt viele Fluggesellschaften für Herausforderungen. Große Umwege oder ein ganzer Wegfall von Strecken sind die Folge. Viele Flugzeuge sitzen in anderen Ländern fest. Daher öffnet Syrien jetzt schrittweise einzelne Routen für den Flugverkehr.
Die Luftfahrtbehörde des Landes hat einen Luftkorridor vom Flughafen Aleppo Richtung Mittelmeer aktiviert. Er soll internationalen Airlines einen vergleichsweise sicheren An- und Abflug aus dem Land ermöglichen, auch Richtung Türkei. Der Luftraum Syriens gilt als wichtiger Korridor zwischen Europa, Asien und dem Persischen Golf. Vor der jüngsten Eskalation in der Region nutzten zahlreiche Airlines die Route, um Flugzeiten und Treibstoffverbrauch zu reduzieren.
Royal Jordanian macht den Anfang in Syrien
Nach Angaben der syrischen Luftfahrtbehörde wurde der Korridor nach technischen und operativen Bewertungen freigegeben. Die Route steht nicht nur der staatlichen Airline Syrian Air offen, sondern grundsätzlich allen Fluggesellschaften, die internationale Sicherheitsstandards erfüllen. Ein erster ausländischer Nutzer könnte bereits am Freitag (6. März) folgen. Royal Jordanian plant demnach einen Flug vom Queen Alia International Airport in Amman nach Aleppo und will dafür den neuen Korridor nutzen.
Syrien weniger als andere Länder vom aktuellen Konflikt betroffen
Syrien selbst ist in dem aktuellen Konflikt bislang weniger direkt betroffen als andere Staaten der Region. Nach dem Sturz von Präsident Bashar al-Assad im Jahr 2024 und dem Abzug ausländischer Militärpräsenz hat das Land zuletzt versucht, Teile seines Luftverkehrs schrittweise wieder aufzunehmen. Mit der Wiederöffnung des Flughafens Aleppo und neuen Luftkorridoren soll der internationale Verkehr nun langsam zurückkehren.
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