Risiko Sitznachbar: Wenn der niest, sollte man über einen Platzwechsel nachdenken.

Wie man im Flieger Bazillen meidet

Nach dem Flug kommt die Erkältung - das passiert oft genug. Wie man das Risiko sich anzustecken verringert.

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Eigentlich war der Urlaub wirklich schön. Doch schon kurz nach der Ankunft fühlt man sich schlapp, die Nase ist zu, der Hals kratzt. Das Risiko, sich im Flugzeug mit einer Erkältung anzustecken, ist um ein Fünftel höher als sonstwo, wie verschiedene Studien herausgefunden haben. Eigentlich kein Wunder. Eingeschlossen mit Hunderten anderen Passagieren, deren Bazillen durch die Ventilatoren gleichmäßig in der Kabine verteilt werden. Hinzu kommt der Luftzug von der Klimaanlage und die trockene Luft. Doch das sind offenbar nicht die häufigsten Gründe für eine Ansteckung. Eigentlich sind in den meisten Flugzeugen Filter eingebaut, die 99,97 Prozent aller gefährlichen Partikel eliminieren. Der Luftzug meint es also gut mit den Passagieren.

Die riskante Zeit ist also die, in der die Ventilatoren abgestellt sind. Etwa, wenn das Flugzeug lange am Boden warten muss oder während des Ein- und Aussteigens. Das zeigen schon Zahlen aus dem Jahr 1979. Wie das Internetportal Livescience berichtet, hat eine Studie aus dem Jahr Passagiere eines Fliegers gesucht, der wegen Triebwerksproblemen drei Stunden am Boden bleiben musste. Ein Reisender litt unter Grippe. Innerhalb von drei Tagen hatten sich 72 Prozent der anderen 53 Passagiere mit dem Virus infiziert. Das eigentliche Risiko kommt also von den Mitreisenden, die sich in der Nähe befinden und nicht über die Luft.

Feuchtigkeit und Desinfektion helfen

Die Gefahrenzone sind die paar Sitze, die sich um den eigenen herum befinden. Die trockene Luft in der Kabine und auch Müdigkeit, die auf Langstreckenflügen immer aufkommt, macht den Körper angreifbarer. Mit einigen Tipps kann man aber zumindest versuchen, das Risiko, krank zu werden so gering wie möglich zu halten. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass man genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Das verhindert die Dehydrierung. Auch Salzwasser-Nasensprays können helfen, die Schleimhäute weniger anfällig zu machen. Außerdem kann Hand-Desinfektionsmittel helfen, sich vor Viren, die sich an Klapptischen, Sitztaschen oder Staufächern befinden, zu schützen. Und: Der Ventilator ist etwas gutes. Wenn er angestellt ist, kommt die gefilterte Luft heraus - virenfrei. Man ihn also anschalten und auf sich richten.

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