Foto von bewusst drapiertem Handgepäck: So sieht der neue Trend aus.

Social MediaNeuer Trend macht Sicherheitswannen zu Stillleben

Ein Trend erobert die sozialen Medien: Bei «Airport Tray Aesthetic» geht es darum, sein Handgepäck ästhetisch arrangiert zu fotografieren. Das bringt ein Problem mit sich.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Kürzlich trendete auf Tiktok, Instagram und YouTube sogenanntes Raw-dogging. Die Idee: Langstreckenflüge absolvieren, ohne das Unterhaltungssystem zu nutzen, Filme zu schauen, Musik zu hören oder Bücher zu lesen. Wer es besonders extrem mag, verzichtet auch auf Essen, Trinken und den Gang zur Toilette – alles als Zeichen mentaler Stärke.

Der neueste Hype, der aktuell die Aufmerksamkeit vieler Reisender auf sich zieht, heißt «Airport Tray Aesthetic». Dabei sollen die Sicherheitswannen an Flughäfen zu Kunstwerken werden. Die Reisenden setzen darin aufwändig ihr Handgepäck in Szene, um ein möglichst ästhetisches Foto davon zu machen.

Kreative Stillleben

Anstatt den Inhalt ihrer Taschen achtlos in die Plastikwannen zu werfen, kreieren die Trendsetter farblich abgestimmte Stillleben aus Schmuck, Kosmetik, Sonnenbrillen und Mobiltelefonen. Laut der Zeitung New York Post wurden bis Ende August bereits über 16 Millionen «Airport Tray Aesthetic»-Bilder geteilt.

Das Problem ist, dass das überlegte Drapieren der Gegenstände Zeit kostet, die an den Sicherheitsschleusen eigentlich niemand hat. Um den Unmut der Mitreisenden nicht weiter zu vergrößern,  haben die Sicherheitswannen-Künstlerinnen und -Künstler zwei Strategien entwickelt.

Plastikwanne für zuhause

Manche machen die Fotos erst nach der Sicherheitsschleuse und wieder andere brauchen gar keinen Flughafen, sondern erstellen die Bilder dank Photoshop und gekaufter Plastikwanne einfach zuhause, inklusive selbstgemachter Bordkarte.

Die Fotos sollen einen bestimmten Lifestyle und Sinn für guten Geschmack vermitteln, erklärt die Trendanalystin J'Nae Philips gegenüber der Zeitung «The Guardian». Sie sieht den Trend als Weiterentwicklung von Food-Fotos. Zudem vereinten die Bilder den Nervenkitzel des Reisens mit auffälligem Konsum.

Mehr zum Thema

Erling Haaland: «Nur die Karte. Einfach.»

Ein neuer Flugtrend erobert die sozialen Medien

Wer gerne aus dem Fenster schaut, sollte zumindest auch öfter einen Spaziergang durch die Kabine machen.

Gesundheitsrisiko Fensterplatz

Olympia 4: Der Jet mit edlen Clubsesseln.

Der Fake-Privatjet, auf den Influencerinnen und Influencer fliegen

Blick aus einem Flieger von Flair: Der Airline droht eine Sammellage wegen ihrer Gepäckbestimmungen.

Sind die Handgepäck-Messgestelle kleiner als die Maße, welche die Airline vorschreibt?

Video

Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies