Schon wieder Unfall in den USAWenn der Bus mit dem Airbus kollidiert

In Los Angeles wurden fünf Personen verletzt, als ein Bus und ein Airbus A321 zusammenstießen. Vorfälle dieser Art häufen sich. Dabei könnte Technik dies verhindern.

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Das Jahr ist noch jung. Dennoch kam es in den USA bereits zu mehreren Zwischenfällen besonders einer Art - und jetzt kommt ein weiterer hinzu. Ein Airbus A321 von American Airlines kollidierte am Flughafen Los Angeles vergangenen Freitag mit einem Shuttlebus.

Fünf Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt, vier mussten ins Krankenhaus. Ein Pushback-Fahrzeug war gerade dabei, den Flieger vom Gate zu einer Parkposition zu transportieren, als es zur Kollision kam. Der Fahrer des Pushback-Fahrzeuges war eine der Personen, die ins Krankenhaus mussten - ihm geht es laut American Airlines aber den Umständen entsprechend gut, berichtet die Zeitung USA Today.

Größeres Problem

Auch der Fahrer und zwei Insassen des Busses, der Reisende zwischen den Terminals transportierte, mussten ins Krankenhaus. Auch ihnen geht es laut Mitteilung der Airline wieder besser. Die Kollision habe bei geringer Geschwindigkeit stattgefunden.

Der Flugbetrieb wurde durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. Ernst einzustufen ist er dennoch. Vor allem, weil die Anzahl solcher Bodenkollisionen zunimmt. Allein in diesem Jahr kam es in den Vereinigten Staaten bereits zu vier Unfällen am Boden.

Mehr Verkehr, mehr Vorfälle

Der jüngste Vorfall ereignete sich vor nicht einmal zwei Wochen. Eine Boeing 787 von United Airlines, die am Newark Liberty International Airport geschleppt wurde, streifte den Flügel einer geparkten Boeing 757-200 derselben Airline.

Der Grund für diese Entwicklung ist hauptsächlich das Wachstum des Flugverkehrs. Logisch, denn mehr Flugzeuge in der Luft sorgen auch für mehr am Boden. Hinzu kommt, dass sich in vielen Fällen die Turnaround-Zeiten der Flugzeuge, also die Zeit, die sie am Boden verbringen, verkürzt wird. Es wird also auch hektischer.

Moderne Technik ist vorhanden

Der Branchenverband Iata fordert schon länger, dass Flughäfen Fahrzeuge standardmäßig mit Antikollisionssystemen ausstatten. Sonst würden sich die Reparaturkosten, die durch Bodenkollisionen entstehen, bis 2035 auf zehn Milliarden Dollar verdoppeln.

Solche Geräte heißen im Branchenjargon Airside Collision Avoidance Device oder kurz Ascad und sind eine Art Leitkegel, wie man sie von Verkehrskontrollen oder Baustellen kennt, aber voll von Technik. Sie sind mit Infrarot-Bewegungsmeldern mit einem Erfassungsbereich von bis zu 200 Metern ausgestattet. Diese können auch die Richtung von sich nähernden Objekten erkennen.

Kosten und Zeit sind die Knackpunkte

Doch alle Flughäfen mit neuer Technik auszustatten ist teuer - und dauert Jahre. Laut Iata-Experte Nick Careen würde es 10 bis 15 Jahre dauern, alles zu modernisieren. Er sehe die Durchsetzung neuer Regeln als eine seiner wichtigsten Aufgaben, sagte Careen kürzlich bei einer Medienveranstaltung.

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