Flughafen Düsseldorf am Freitagmorgen: Betroffen und sehr voll.

Auch in DeutschlandIT-Panne sorgt bei Airlines und Flughäfen weltweit für Chaos

Auf der ganzen Welt haben Fluglinien und Airports derzeit technische Probleme. Der Flughafen Berlin stellte den Betrieb ein. Die Schwierigkeiten haben mit Software von Microsoft zu tun.

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Alle Updates zu diesem Artikel ab dem später Freitagvormittag finden Sie hier in unserem Liveticker.

Am Berliner Flughafen BER ging am Morgen teilweise nichts mehr. Aufgrund einer technischen Störung gibt es am deutschen Hauptstadtflughafen Verzögerungen bei der Abfertigung. Daher wurde der Flugbetrieb am Freitagmorgen (19. Juli) teilweise eingestellt.

Auch Deutschlands größte Fluggesellschaft ist betroffen von technischen Problemen: «Aus technischen Gründen ist der Aufruf des Profils und das Laden von Buchungen aktuell nur eingeschränkt möglich» - das lesen Reisende von Lufthansa aktuell in der App. Auf der Lufthansa-Webseite heißt es: «Technische Störung: Der Aufruf des Profils und von Buchungen ist aktuell nur eingeschränkt möglich.» Man arbeite an einer Lösung.

Check-in teilweise manuell

Condor teilte um 09:00 Uhr mit: «Aufgrund einer globalen technischen Störung kommt es aktuell zu Unregelmäßigkeiten im gesamten Luftverkehr sowie zu einem erhöhten Anrufvolumen.» Änderungen an Buchungen seien derzeit leider nur eingeschränkt möglich.

«Auch Firmen am Flughafen Zürich sind betroffen von den weltweiten IT-Störungen an Flughäfen», so der Schweizer Airport um 09:45 Uhr. «Betroffen sind derzeit mehrere Airlines, Handling Agents und weitere Firmen am Flughafen.» Der Flugbetrieb laufe, es könne aber zu Verzögerungen kommen. Der Check-in müsse teilweise manuell erfolgen.

Keine Landungen mehr in Zürich

In einem update um 10:19 Uhr schrieb der Airport Zürich dann: «Der Flugbetrieb ist eingeschränkt: Aktuell sind keine Landungen mehr möglich.» Flüge mit Destination Zürich, die bereits in der Luft seien, dürften aber noch landen.

Das Problem ist global. Weltweit haben Fluggesellschaften und Flughäfen und auch andere andere Unternehmen aktuell Software-Probleme. United Airlines, American Airlines, Delta und andere große amerikanische Airlines lassen keine Flüge mehr abheben.

Probleme bei Crowdstrike und Microsoft

Hintergrund ist ein Sicherheitsprogramm der Firma Crowdstrike, das zusammen mit Software von Microsoft arbeitet. Bei einem Update gab es Probleme, was nun zu weltweiten Ausfällen führt. Wie lange das Problem bestehen wird, ist unklar. Microsoft erklärte in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, man arbeite an einer Lösung von Problemen, die verschiedene Apps und Dienstleistungen betreffen.

Turkish Airlines, die Fluglinie mit den meisten angeflogenen Ländern, erklärte: «Aufgrund eines globalen technischen Problems in unseren Informationssystemen kommt es derzeit zu Problemen bei der Ticketausstellung, dem Check-in und den Reservierungsprozessen.»

Auch Australien betroffen

Am Flughafen Sydney in Australien verschwanden laut dem Sender BBC Informationen von Abflugtafeln. Reisenden im Inlandsterminal teilte die Airline Jetstar mit, dass sie aufgrund eines «Problems mit Microsoft» nicht in der Lage sei, Fluggäste einzuchecken und das Boarding durchzuführen. Auch Virgin Australia musste ihre Starts stoppen.

Die spanische Flughafenbetreiberin Aena teilte mit: «Aufgrund einer Störung im Computersystem kommt es zu Unterbrechungen in den Systemen von Aena und in den Flughäfen des Netzes in Spanien, was zu Verzögerungen führen kann.» In den Niederlanden schrieb der Flughafen Amsterdam Schiphol: «Derzeit gibt es einen weltweiten Systemausfall. Diese Störung hat auch Auswirkungen auf Flüge von und nach Schiphol.»

Nicht nur Luftfahrt betroffen

Ein Passagier der indischen Fluggesellschaft Indigo postet beim Kurznachrichtendienst X ein Foto seiner händisch ausgefüllten Bordkarte:

Ryanair erklärte: «Aufgrund eines weltweiten IT-Ausfalls eines Drittanbieters, auf den wir keinen Einfluss haben, kommt es derzeit zu Unterbrechungen im gesamten Netz.» Die Airline empfahl, mindestens drei Stunden vor dem geplanten Abflug am Flughafen zu sein.

Die Liste betroffener Flughäfen und Airlines ließe sich lange fortsetzen. Betroffen ist aber keineswegs nur die Luftfahrt. Auch die Börse in London, Banken und Supermärkte in Australien und die Ticketwebseite des englischen Fußballclubs Blackburn Rovers meldeten Probleme, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Krankenhäuser, Verwaltungen und TV-Sender sind betroffen. Die australische Regierung berief sogar eine Krisensitzung ein.

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