Scanner von Rohde & Schwarz: Jetzt setzt auch der Flughafen Frankfurt auf sie.

Rohde und SchwarzWas zwei Jenaer Studenten mit den neuen Scannern in Frankfurt zu tun haben

Der Flughafen Frankfurt schafft sich 100 neue Ganzkörperscanner an. Hergestellt werden sie von Rohde & Schwarz aus München. Den Ursprung hat der Elektronikkonzern bei zwei Physikstudenten.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Diese Erfolgsgeschichte beginnt nicht in einer Garage. Sondern in den Hörsälen, Laboratorien und wohl auch in der Mensa einer Hochschule in Thüringen. An der heutigen Friedrich-Schiller-Universität Jena treffen sich Ende der 1920er-Jahre die beiden Physikstudenten Lothar Rohde und Hermann Schwarz. Sie teilen ihre Faszination für die damals noch kaum bekannte Welt der Hochfrequenztechnik - also der Technik elektromagnetischer Wellen und deren Übertragung und Empfang.

Sie zeigen Erfindergeist. Im Auftrag eines Unternehmens entwickeln die beiden Kommilitonen einen Interferenzwellenmesser, der ein großer Erfolg wird. Das spornt sie an, sich selbstständig zu machen. Eine Wohnung an der Thierschstraße im Zentrum von München wird zum Firmensitz. Innovationen liefern sie weiterhin. 1938 bringen sie die erste tragbare Quarzuhr für Industrie und Wissenschaft auf den Markt. Zwei Jahre später folgt ein Allwellenfrequenzmesser. Das Unternehmen wächst und so müssen Rohde und Schwarz schon bald neue Fabrikationshallen bauen - in ganz Bayern.

Inzwischen ein global agierender Milliardenkonzern

Das Wachstum bricht nicht ab. Im Gegenteil, es beschleunigt sich. Heute beschäftigt der Elektronikkonzern Rohde & Schwarz – noch immer in Familienbesitz –  in seinen 70 Niederlassungen und Fabrikationsstätten weltweit 14.400 Mitarbeitende. Etwa 9000 davon arbeiten noch immer in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2023/24 erwirtschaftete er einen Umsatz von 2,93 Milliarden Euro.

Seit zehn Jahren ist das Traditionsunternehmen mit Sitz im München auch in der Luftfahrt tätig. Es stellt Sicherheitsscanner her. Und hier schließt sich der Kreis zu den elektromagnetischen Wellen, welche die Firmengründer einst so faszinierten. Die Ganzkörperscanner nutzen Mikrowellen, um ein Bild des Passagiers zu erzeugen. Das ermögliche es, Schmuggelware oder bedrohliche Gegenstände zu entdecken, die am Körper mitgeführt würden, so Rohde & Schwarz.

Resultat «innerhalb weniger Sekunden»

Das Scannen dauere «wenige Millisekunden», das Resultat liege «innerhalb weniger Sekunden» vor, verspricht das Unternehmen. Dank hoher Genauigkeit sorgt das für weniger Nachkontrollen und so kürzere Wartezeiten. KI-basierte Algorithmen helfen, die verbotenen Gegenstände zuverlässig zu erkennen und Fehlalarme zu minimieren. Damit konnten die Bayern nun auch Fraport überzeugen.

Die Flughafenbetreiberin bestellte am Mittwoch (6. November) 100 neue Ganzkörperscanner des Typs R&S QPS201. Sie werden an bestehenden und neuen Kontrollspuren eingesetzt und in den drei kommenden Jahren am Frankfurter Airport installiert. Bereits beim Prüfen des Handgepäcks setzt der Flughafen Frankfurt auf neue Technologie. Er installiert nach und nach neue Scanner, bei denen man Flüssigkeiten und Elektronik im Gepäck lassen kann.

Mehr zum Thema

Moderne Sicherheitskontrolle am Flughafen Frankfurt: Am Donnerstag (7. März 2024) werden nur die Kontrollen im Transitbereich geöffnet sein.

Flughafen Frankfurt setzt auf neue Superscanner

Weg zur Sicherheitskontrolle: Schon im Bereich der hoheitlichen Aufgabe, oder nicht?

Sind Fast Lanes bei Sicherheitskontrollen illegal?

In Las Vegas wird die Sicherheitskontrolle der Zukunft getestet

In Las Vegas wird die Sicherheitskontrolle der Zukunft getestet

ticker-smiths-detection

Smiths Detection hat einen neuen Eigentümer

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug über die Piste hinausgeschossen und am Stand zum Stehen gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies