CRJ 900 auf dem DachWas wir bisher über den Delta-Unfall in Toronto wissen

Eine Bombardier CRJ 900 von Delta ist bei der Landung in Toronto verunglückt und auf dem Dach zum Liegen gekommen. Eine Übersicht zu dem, was bisher über den Unfall von Flug DL4819 bekannt ist.

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Der Flug: Es handelte sich um Flug DL4819 vom Minneapolis-St. Paul International Airport (MSP) zum Toronto Pearson International Airport (YYZ). Laut Flugplan startet er stets um 10:30 Uhr und kommt um 13:44 Uhr an, jeweils Ortszeit, wobei eine Stunde Zeitunterschied besteht, wodurch sich eine Reisezeit von 2:14 Stunden ergibt. Tatsächlich in der Luft ist das Flugzeug aber meist nur knapp anderthalb Stunden. Delta-Tochter Endeavor Air führt den Flug im Auftrag des Mutterkonzerns unter der Marke Delta Connection durch.

Der Flugverlauf: Der Flug, der am Montag (17. Februar) mit dem Unfall in Toronto endete, hatte deutlich Verspätung. Er hob erst gegen 11:47 Uhr ab und landete nach einer Stunde und 26 Minuten Flugzeit um 14:13 Uhr. Der Flugverlauf sieht unauffällig aus. Als sich die CRJ 900 dem Flughafen näherte, informierten die Fluglotsen die Piloten laut dem Sender über Windböen von etwa 38 Meilen pro Stunde, was 61 Kilometer pro Stunde oder 33 Knoten entspricht. «Es könnte eine leichte Unebenheit im Gleitpfad geben», sagte der Lotse. «Es wird ein Flugzeug vor Ihnen sein.» Das Regionalflugzeug landete auf Piste 23.

Das Wetter: Toronto erlebt gerade einen Wintersturm nach dem anderen. Am Wochenende fiel viel Schnee, das Flughafenpersonal arbeitete die Nacht auf Montag hindurch, um Schnee zu räumen. Als Flug DL4819 landete, waren die gemeldeten Wetterbedingungen laut dem Portal Airnav Radar Winde aus 270° mit 28 Knoten, in Böen bis zu 35 Knoten, und eingeschränkte Sicht aufgrund von Schneeverwehungen. Passagier John Nelson, der an Bord war, schildert gegenüber CNN seinen Eindruck: «Wir kamen rein und ich habe gemerkt, dass der Wind sehr böig war und der Schnee über die Start- und Landebahnen geweht war.»

Der Unfall: Passagier Nelson schildert eine harte Landung und dann «glaube ich, schleuderten wir auf die Seite und drehten uns auf den Rücken». Es habe einen «großen Feuerball» auf der linken Seite des Flugzeuges gegeben und er habe Kerosin gerochen. Später, als er das Flugzeug schon verlassen hatte, habe es eine weitere Explosion gegeben. Auch die Crew eines Helikopters, der zur Unfallstelle gerufen wurde, berichtete von Feuer. Die CRJ 900 kam auf dem Dach zum Liegen, Tragflächen und ein Teil des Hecks waren abgerissen. Die Flughafenfeuerwehr war schnell zur Stelle und löschte.

Ein Video, das das Promi-Nachrichten-Portal TMZ veröffentlichte, zeigt zudem, dass das Flugzeug beim oder unmittelbar nach dem Aufsetzen nach links kippt und es dann sofort zu einer Explosion kommt. Anschließend steigt eine große, schwarze Wolke auf:

Das Flugzeug: Die verunglückte Bombardier CRJ 900 LR ist mehr als 15 Jahre alt, trägt das Kennzeichen N932XJ und verfügt über zwei Triebwerke vom Typ General Electric CF34. Sie gehört Delta Air Lines und wird betrieben von der Tochter Endeavor Air. Die Maschine hat zwölf Plätze in der Business Class und 64 in der Economy Class.

Die Insassen: Der Flug war laut Delta voll besetzt mit 76 Fluggästen. Zudem waren zwei Crewmitglieder im Cockpit und zwei in der Kabine aktiv, wodurch sich insgesamt 80 Menschen an Bord befanden. Passagier Peter Koukov sagte gegenüber CNN, nachdem das Flugzeug zum Stehen gekommen war, «hingen wir kopfüber wie Fledermäuse». Der kanadische Sender CBC zeigt ein Video (siehe oben) eines Passagiers, der filmte, während er das Flugzeug verließ. Zu sehen und zu hören ist, wie eine Flugbegleiterin den Reisenden hilft und sie auffordert, ihre Dinge zurückzulassen. Während sie das Flugzeug auf der linken Seite verlassen, sprüht die Feuerwehr von der anderen Seite schon Löschmittel über den Jet.

Alle 80 Insassen verließen das Flugzeug lebend. Sanitäter sprachen gegenüber kanadischen Medien zuerst von rund acht Verletzten, Flughafen und Fluggesellschaft erklärten später, es habe 18 Verletzte gegeben, die in Krankenhäuser gebracht worden seien.

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