Wer gerne aus dem Fenster schaut, sollte zumindest auch öfter einen Spaziergang durch die Kabine machen.

Gesundheitsrisiko Fensterplatz

Wer Angst hat, sich auf einem Langstreckenflug ein Blutgerinnsel zuzuziehen, sollte seinen Platz mit Vorsicht wählen.

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Genug trinken, bewegen, nicht zu salzig essen - es sind ziemlich generelle Gesundheitstipps, die besonders an Bord eines Flugzeugs gelten. Vor allem für die Passagiere, die Angst haben, sich ein Blutgerinnsel zuzuziehen. Die so genannte Thrombose entsteht meist im Wadenbereich. Längeres Sitzen ohne genügend Bewegung ein Faktor, der das Entstehen der Gerinnsel begünstigt. Oft redet man in dem Zusammenhang vom «Economy-Class-Syndrom», da eine häufige Annahme ist, dass wenig Platz für die Beine das Risiko noch steigert.

Das American College of Chest Physicians hat nun eine Studie veröffentlicht, die die Risikofaktoren für Thrombose beim Fliegen identifiziert. Ein Ergebnis: Ein Economy-Class-Syndrom gibt es nicht. «In der Holzklasse zu reisen, erhöht das Risiko eines Blutgerinnsels nicht. Sich längere Zeit nicht zu bewegen, schon», fasst Autor Mark Crowther zusammen.

Platzwahl zählt

Viel mehr als die Klasse, in der man reist, hat daher die Platzwahl Einfluss auf das Thromboserisiko. Ein Fensterplatz ist gemäß der Studie die schlechtere Wahl. «Wer auf Langstrecken an einem Fensterplatz sitzt, ist weniger mobil.» In der Regel stünden Reisenden auf Fensterplätzen seltener auf. Und das ist auch der einzige Punkt, der ausschließlich mit dem Fliegen zu tun hat. Andere Risiken sind Vorerkrankungen, Übergewicht, Alter, bei Frauen die Einnahme der Pille oder Schwangerschaft.

Wer «Risikopassagier» ist, der kann sich auf verschiedene Weise schützen: Mit Spezialstrümpfen, regelmäßigem Stretching oder auch der Einnahme von Blutverdünnern. Eine blutverdünnende Wirkung hat zum Beispiel auch das Schmerzmittel Aspirin, das ACCP auch Reisenden empfiehlt, die nicht zur Risikogruppe gehören. Alles in allem ist die Wahrscheinlichkeit eines Blutgerinnsels aber nicht besonders hoch. Auch auf Langstrecken über vier Stunden Flugzeit beträgt es nur etwa 1 auf 4600 Reisen.

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