Eco Pulse in der Luft: Die Flugtests sind jetzt abgeschlossen.

Hybridflieger Eco PulseDas siebenmotorige fliegende Versuchskaninchen

Seit fünf Jahren arbeiten drei namhafte Luftfahrtfirmen an einem Elektrohybrid-Flieger mit sieben Propellern. Nach Abschluss der Flugtests von Eco Pulse gibt es nun Erkenntnisse für Airbus, Daher und Safran - auch über weitere Hürden.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Der erste Blick irritiert. Denn statt nur eines Propellers wie üblich wird diese Daher TBM 900 von gleich sieben Propellern angetrieben. Neben dem Turboprop-Antrieb mit Hauptpropeller sind an den Tragflächen jeweils sechs weitere kleinere Propeller verbaut. Bei dem Flugzeug mit der Kennung F-WECO handelt es sich um Eco Pulse, ein gemeinsames Forschungsflugzeug von Daher, Airbus und Safran.

Mit dem Eco-Pulse-Projekt möchten die drei Branchengrößen hybrid-elektrische Antriebstechnologien zur Dekarbonisierung der Luftfahrt testen. Das Flugzeug verfügt über zwei Antriebsquellen: einen Turbogenerator, der eine Turbine mit einem Stromgenerator kombiniert, sowie einen Hochleistungsakku mit einer Leistung von 350 Kilowatt und einer Spannung von 800 Volt, der von Airbus entwickelt wurde.

Projekt vor fünf Jahren gestartet

Die Batterie des Flugzeugs ist leistungsfähig genug, um bis zu sechs elektrische Propeller an den Tragflächen zu betreiben. Das Projekt wurde vor fünf Jahren auf der Paris Air Show erstmals vorgestellt, und im vergangenen Jahr absolvierte die Maschine ihren Erstflug. Nach rund 100 Flugstunden wurde nun erfolgreich die Flugtestkampagne abgeschlossen.

Laut Airbus, Daher und Safran haben die Testflüge wertvolle Erkenntnisse geliefert, die zur Erreichung der Dekarbonisierungsziele der Luftfahrt bis 2050 beitragen sollen. Darüber hinaus wurden wichtige Informationen über das mögliche Design, die Zertifizierung, Produktion und den Betrieb eines solchen Flugzeugs gewonnen.

Herausforderungen bleiben

Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass die Synchronisation der sechs E-Propeller den Geräuschpegel im Inneren des Flugzeugs deutlich reduzieren kann. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie besteht darin, dass die elektrische Leistung auf die einzelnen E-Propeller verteilt wird, was es ermöglicht, das Flugzeug präziser zu manövrieren.

Gleichzeitig wurden weitere Herausforderungen sichtbar. Entscheidend wird sein, die Leistung der Batterien weiter zu optimieren. Gleichzeitig muss das Flugzeug leichter werden. «Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es uns, die Validierung von Dekarbonisierungstechnologien fortzusetzen», sagt Eric Dalbiès, Strategie-Chef bei Safran.

Mehr zum Thema

Eco Pulse: Elektrohybrid-Flugzeug von Daher, Safran und Airbus flog erstmals

Eco Pulse: Elektrohybrid-Flugzeug von Daher, Safran und Airbus flog erstmals

Fiji Airways will hybrid-elektrische Vtol-Frachter

Fiji Airways will hybrid-elektrische Vtol-Frachter

Heart Aerospace plant Erstflug des Prototyps X1 im Jahr 2025

Heart Aerospace plant Erstflug des Prototyps X1 im Jahr 2025

ticker-airbus-neo-1

Europäische Investitionsbank stellt Airbus drei Milliarden Euro für Forschung zur Verfügung

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies