Gyroflug SC01 Speed Canard: Die Propellerblätter sind abgebrochen.

Schweizer AbschlussberichtWie zwei Kleinflugzeuge in der Luft kollidierten

Im Januar sind zwei Kleinflugzeuge in der Schweiz in der Luft zusammengestoßen. Der nun erschienene Abschlussbericht nennt die Gründe.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es ist ein Albtraum-Szenario in der Luftfahrt: Zwei Flugzeuge kollidieren im Flug. Genau dieses Unglück ereignete sich am 21. Januar in der Schweiz. Die Wucht des Zusammenstoßes hinterließ massive Schäden. Ein Flugzeug erlitt schwere Schäden am Propeller, der Flugzeugnase und dem Cockpitfenster. Beim anderen Flugzeug wurde der Propeller zerstört und das rechte Rad zerstört.

Doch so furchtbar es klingt - es gab ein Happy End. Trotz der Kollision waren die Piper Turbo Arrow III und der Gyroflug SC01 Speed Canard noch in der Lage, in Emmen bei Luzern eine Notlandung durchzuführen – und das sogar relativ kontrolliert, wie ein Polizeisprecher kurz nach dem Unglück gegenüber der Luzerner Zeitung erklärte.

Verletzt wurde niemand

Bei dem Zusammenstoß wurde keine der fünf Personen an Bord der beiden Flugzeuge verletzt. Lediglich eine Person wurde nach der Landung zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Allerdings fielen nach der Kollision Trümmer zu Boden; aus welcher Höhe dies geschah, ist unbekannt.

Nun hat die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) ihren Abschlussbericht veröffentlicht, der Aufschluss darüber gibt, wie es zu der Kollision kommen konnte. Die Flugzeuge waren gemeinsam in Raron im Wallis gestartet und in Richtung Kanton Aargau unterwegs. Die befreundeten Piloten sind schon mehrfach gemeinsam geflogen, teilweise auch im lockeren Formationsflug, um Fotos vom jeweils anderen Flugzeug zu machen.

Völlig unerwarteter Zusammenprall

Dabei etablierte sich folgender Ablauf: Das führende Flugzeug hielt konstant Richtung, Höhe und Geschwindigkeit, während der Pilot des nachfolgenden Flugzeugs einen sicheren Abstand einhielt, um vorbeizufliegen und Fotos zu machen. So auch am Nachmittag des 21. Januar. Die Sonne ging langsam unter.

Die Piper nach der Landung: Auch hier ist der Propeller beschädigt. Bild: Polizei Luzern.

Um weitere Fotos im Sonnenuntergang zu machen, teilte der Piper-Pilot seinem Kollegen mit, dass er seinen Flieger hinter und über ihn hinweg auf die andere Seite manövrieren würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Pilot des Gyroflugszeugs keinen Sichtkontakt mehr zur Piper, und auch der Piper-Pilot verlor später den Sichtkontakt, ohne dies zu kommunizieren. Plötzlich kollidierten die beiden Flugzeuge völlig unerwartet in einer vertikalen Bewegung.

Piloten verantwortlich

Die Behörde kommt zu dem Schluss, dass Fehler der Piloten für den Unfall verantwortlich waren. Der Unfall wurde durch den Verlust des Sichtkontakts beim Seitenwechsel im Verbandsflug verursacht. Zudem wurde den Risiken eines Verbandsflugs mit Positionswechsel nicht ausreichend Beachtung geschenkt, und das Thema wurde im Briefing nicht ausreichend behandelt.

Mehr zum Thema

Passagierin übernimmt nach Ausfall des Piloten das Steuer

Passagierin übernimmt nach Ausfall des Piloten das Steuer

Die Cessna F152 mit der Kennung HB-CXV: Die Maschine stürzte nach dem Start ins angrenzende Feld.

Pilot schätzt Wind zu optimistisch ein - Cessna landet auf dem Kopf

Home-Safe-Knopf in einer TBM 940 von Daher: Sichere Landung bei Problemen auf Basis des Autonomi-Systems.

Ein Knopf im Cockpit, der Leben retten kann

Kontrollturm in Zürich: Es kam erneut zu einer STörung bei Skyguide.

Erneut Panne bei Flugsicherung: Schweiz muss große Teile des Luftraums schließen

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg