Jabara Airport in Wichita: Der Dreamlifter musste hier übernachten.

Rätselraten um Dreamlifter-Lapsus

Der Dreamlifter von Atlas Air konnte zwar wieder abheben. Doch für Fachleute ist es noch immer ein Rätsel, wie er überhaupt am falschen Airport landen konnte.

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Fluginstruktor David Dewhirst kann sich immer noch nicht erklären, wie das passieren konnte. Er kennt beide Flughäfen in Wichita selbst und landete schon oft am kleinen Colonel James Jabara Airport. Der Dreamlifter von Atlas Air landete am Donnerstagabend versehentlich dort. Vorgesehen war eigentlich die McConnell Air Force Base. Die habe eine viel größere Piste, sei hell beleuchtet und habe auch ein riesiges Vorfeld auf dem große Boeing KC-135 Stratotankflugzeuge stehen, sagte er der Zeitung The Wichita Eagle. «Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand die verwechseln kann.»

Auch das Verhalten der Lotsen im Kontrollturm von McConnell wird von Experten in Frage gestellt. «Da muss einer nicht aufgepasst haben», sagt auch Pilot Kay Alley, der öfters nachts in Jabara landet. Schließlich habe der Tower ja das Okay für die Landung erteilt. Wie man danach nicht merken könne, dass das Flugzeug zu tief für die Landung in McConnell sei, sei unerklärlich, so Alley in der Zeitung.

Einzelteile des Dreamliners an Bord

Fragen stellen nun auch das National Transportation Safety Board NTSB und die Federal Aviation Authority FAA. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde und die Luftfahrtaufsichtsbehörde untersuchen die Landung der Atlas-Air-Piloten am falschen Flughafen. Man überprüfe ob Regeln missachtet worden seien, die Ausbildung der Crew und den Zustand des Flugzeuges.

Der Dreamlifter von Atlas Air war statt an der McConnell Air Force Base am kleinen Colonel James Jabara Airport gelandet, der nur 18 Autominuten entfernt liegt. Zuvor war die umgebaute Boeing 747-400 von Italien nach New York geflogen. Sie hatte dabei Einzelteile von Dreamlinern an Bord. In Italien werden Heckstabilisatoren und Rumpfbereiche gefertigt. In Wichita sollten weitere Einzelteile der Nase zugeladen werden, die dann in den Endmontagewerken gebraucht werden. A Ende konnte der Dreamlifter trotz zu kurzer Piste starten - weil sie nur noch wenig Treibstoff an Bord hatte und daher leichter war. Ingenieure rechnete zuvor die ganze Nacht durch, ob ein Start vertretbar sei.

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