Airbus A330 von Eurowings: Es fehlen Ausbilder für neue Piloten.

Fehlende PilotenWarum es zum Engpass bei Eurowings kam

Weil Personal fehlt, musste Eurowings Strecken früher einstellen oder ganz streichen. Vertragspartnerin Sun Express erklärt nun, was wirklich zum Engpass führte.

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Nach all den Pannen in der Startphase waren neuerliche Negativschlagzeilen genau das, was Eurowings unter allen Umständen verhindern wollte. Die Lufthansa-Billigtochter arbeitete seit Monaten daran, den Betrieb zu stabilisieren und so wieder einen Ruf als zuverlässige Fluggesellschaft aufzubauen.

Es lief auch alles gut. Doch dann musste Eurowings bekannt geben, die Sommer-Flüge nach Boston früher als geplant einzustellen und den geplanten Neustart der Dubai-Verbindung abzublasen. In der Folge brodelte es in der Gerüchteküche - auch intern bei Eurowings. Doch das meiste was dabei gesagt wurde, ist bestenfalls halbwahr.

Es gibt keinen Pilotenmangel - momentan

Tatsache ist, dass ein Personalengpass bei Sun Express zum Problem führte. Das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines führt die Flüge für Eurowings durch. Anders als Eurowings selbst noch kürzlich bestätigte, liegt das aber nicht an Kündigungen bei Piloten. «Bei Sun Express fehlen weder Piloten noch Kabinenpersonal» hält eine Sprecherin der türkisch-deutschen Fluglinie fest. Für den aktuellen Flugplan wie auch für die vereinbarten Flüge sei man «personell bestens aufgestellt».

Des Pudels Kern liegt im Wort «aktuell». Man habe festgestellt, dass es «zu einer vorübergehenden Knappheit bei den Trainingspiloten für die Eurowings-Langstrecke kommen könnte», so die Sprecherin. Das liege nicht an Kündigungen, sondern daran, dass sie an anderer Stelle gebraucht werden. Und wenn es zu wenig Ausbildner gibt, fehlen irgendwann auch an Piloten, die auf der Eurowings-Langstrecke mitfliegen können.

Ausbildner bei externer Firma angestellt

Die meisten ausbildenden Piloten sind nicht bei Sun Express direkt angestellt, sondern arbeiten für einen Ausbildungsdienstleister. Dazu, warum es zur Abdeckung des Auftrags für die Eurowings-Langstrecke keine langfristige Einsatz-Planung gegeben hat oder warum sonst der Engpass entstanden ist, kann die Sun-Express-Sprecherin nichts sagen.

«Sun Express bedauert dies natürlich» so die Firmenvertreterin weiter. Um im Betrieb aber kein Risiko eines möglichen Engpasses einzugehen, sei es zu den von Eurowings kommunizierten Streckenstreichungen gekommen.  Ein Sprecher von Eurowings bestätigt diese Aussagen inzwischen.

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