Warschau Modlin: Bald erst einmal keine Passagiere.

Modlin öffnet und schließt wieder

Der neue Flughafen in Warschau musste wegen Mängeln an der Landebahn schließen. Nun eröffnet er wieder. Allerdings nur für kurze Zeit.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Freude dauerte nur gerade rund ein halbes Jahr. Nach nur rund sechs Monaten musste der Mazowiecki Port Lotniczy Warszawa-Modlin bereits wieder schließen. Die Luftfahrtbehörde Polens hatte beim neuen Flughafen Frostschäden auf der Landebahn entdeckt. Die Piste konnte deshalb an den betroffenen Stellen nicht mehr genutzt werden. Für die Boeing B737 von Ryanair, die den Airport ansteuern, war sie mit 1,5 Kilometern nun zu kurz. Am Samstag vor Weihnachten sperrte die Behörde deshalb Warschau Modlin. Alle Flüge wurden an den größeren Warschauer Chopin-Flughafen umgeleitet. Genau zu dem wollte der neue Konkurrent eigentlich eine Billigalternative bieten. Die niedrigen Gebühren in Modlin hatten bislang Ryanair angelockt.

Nun soll der Flughafen am 8. Januar wieder öffnen. Man habe die Landebahn soweit wieder hergestellt, heißt es laut der Zeitung Gazeta Wyborca. Doch die Reparaturen waren nur provisorisch. Die Risse wurden mit einem einer Art Granulat aus Tschechien und den USA gefüllt. Doch im Frühjahr muss der Flughafen dann umfassendere Reparaturen vornehmen – und wohl für längere Zeit schon wieder schließen.

Extreme Maßnahme

Eine extreme Maßnahme, wohl aber auch eine nötige. Denn es wird eng für Modlin. Neben Ryanair steuerte auch OLT Express Poland Modlin an. Doch die Airline ist inzwischen pleite. Die ungarische Wizz Air ließ den Flughafen am 17. Dezember links liegen. Man fliege nun wieder ab Chopin, erklärte sie. Wizz Air war verärgert darüber, dass es am ehemaligen Militärflughafen Modlin noch immer kein Instrumentenlandesystem gibt. Dieses ist aber nötig, um bei schlechten Bedingungen wie etwa Nebel abzusetzen. Die dadurch entstehenden Flugausfälle könne man nicht mehr tolerieren, hieß es von den Ungaren.

Zu hoffen bleibt, dass dieses Mal die Reparaturen nachhaltiger ausfallen als beim letzten. Denn schon im Winter vor der Eröffnung hatte man die Risse in der Landebahn festgestellt. Die Luftfahrtbehörde hatte vom Flughafenbetreiber verlangt, das Problem zu beheben. Die Behörde UCL erteilte dem Airport damals aber nur eine eingeschränkte Nutzungsgenehmigung aus. Sie wies ihn an, die Zustände der Landebahnen regelmäßig zu überprüfen.

Hohe Kosten

Bis Ende November hatte Modlin rund 780'000 Passagiere abgefertigt. Doch nun müssen die Verantwortlichen beten, dass die einzige verbleibende Fluggesellschaft durch die Probleme nicht auch noch die Flucht ergreift. Pro Tag entgehen dem Flughafen durch die Schließung laut Angaben seiner Betreiberin Gebühren in Höhe von 37'000 Euro.

Mehr zum Thema

Kabine von Ryanair: Die Airline erhebt in England eine Gebühr, wenn man neben seinen Kindern sitzen will.

Bittet Ryanair Familien, die zusammensitzen wollen, unrechtmäßig zur Kasse?

ticker-ryanair

Ryanair erstmals seit Börsengang im Jahr 1997 schuldenfrei

ticker-ryanair

Viertes Flugzeug: Ryanair baut Präsenz in Bratislava aus

Airbus A321 Neo von Eurowings: Im Winter hat die Fluglinie elf Jets am BER.

Eurowings will Lücken schließen, die Ryanair in Berlin hinterlässt

Video

boeing 777 klm amsterdam durchstarten
Eine Boeing 777 von KLM startete bei der Landung in Amsterdam bei starkem Seitenwind durch. Ein Video zeigt den entscheidenden Moment.
Timo Nowack
Timo Nowack
privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg